Manuel Fröhlich Historisches

Tabakanbau als Kulturprojekt

Die Stadt Lorsch in Südhessen erinnert sich der eigenen Tabakvergangenheit und hat im Rahmen eines Kulturprojekts ein Tabakfeld angebaut, das zusammen mit Freiwilligen bewirtschaftet wird. Am Schluss soll eine eigene Zigarre gerollt werden. Über das Projekt berichtet die Lampertheimer Zeitung:

Ausgangspunkt für die neue Aktivität ist das von der Stadt gepachtete zweimal 800 Quadratmeter große Tabakfeld, das genau vor der letzten verbliebenen Tabakscheune liegt, die heute ein Industriedenkmal ist und an der neu entstehenden Kulturachse liegt. Zwei Projektleiter des Heimat- und Kulturvereins, Thomas Schumacher und Bernhard Stroik, betreuen das Feld, Anzucht, Anpflanzung und Ernte. Die Arbeiten auf dem Feld sollen per Hand verrichtet werden.

Über die Kerwefeiertage 2012 wurden interessierte Helfer „angeworben“, die bereits seit Ausbringung des Samens in diesem Frühjahr mit dabei sind. Am Samstag, 3. August, trafen sich die Beteiligten noch vor Beginn der Sommerhitze morgens um 8 Uhr, um beim Lesen der ersten Tabakblätter – der sogenannten Sandblätter – zu helfen. Die Blätter wurden zunächst gebrochen, dann zu „Barren“ gebunden und auf einer Rolle mit einem Trecker auf einen Bauernhof gefahren. Zeitweise waren dort dann über 30 Personen damit beschäftigt, die Tabakblätter aufzunähen und in der Scheune zum Trocknen aufzuhängen.

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