Manuel Fröhlich Zigarren-Festivals

Noche de Vegueros

Das Konzept von Vegueros ist ein sehr schönes: Die Marke wurde vor über 15 Jahren als Hommage an die Tabakpflanzer lanciert, an die Vegueros aus Pinar del Rio. Die Marke, welche die Arbeit der Bauern ehren soll, konnte sich jedoch nie richtig durchsetzen, weshalb Habanos ihr jetzt ein komplettes Makeover verpasst hat und die Marke mit neuem Design und drei neuen Formaten sowie einem neuen Blend modernisiert. Der Geschmack wurde insgesamt etwas milder und soll an die Zigarren erinnern, welche die Tabakbauern traditionell aus den eigenen Tabaken für sich selber herstellen. Wie die bisherigen Vegueros werden auch die drei neuen Formate in der Fabrik Fransico Donatién in Pinar del Rio gefertigt, also da, wo sich auch die bedeutensten Tabakanbaugebiete Kubas befinden. Die neuen Vegueros-Formate sind echte Habanos, also handgefertigte Longfiller mit Tabaken ausschliesslich aus der Vuelta Abajo.

Die neue Marke Vegueros konnten wir nun an der Noche de Vegueros probieren. Was die neue Marke geschmacklich bietet ist, ich sage einmal, Geschmackssache. Ich habe die beiden kleineren Formate probiert, diese haben von Anfang an eine beissende und agressive Note entwickelt. Das geschmeidige Aroma einer guten Havanna schimmert zwar durch, kann aber auch nichts mehr retten. Die Zeit wird zeigen, ob diese Zigarren einfach nicht gut sind, oder ob wir sie im falschen Moment geraucht haben und sie noch nicht rauchbereit waren. Alles in allem tut sich Habanos mit diesem Relaunch wohl keinen grossen Gefallen, auch wenn die Präsentation und die Verpackungen gelungen sind und die Zigarren preislich attraktiv positioniert werden. Das gute an der Sache: Wie die Selectos für den Inlandmarkt, zeigen auch diese Zigarren, dass eine gute ausgewogene Havanna durchaus keine Selbstverständlich ist und es mit kubanischem Tabak allein nicht getan ist.

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