Manuel Fröhlich Zigarren-Festivals

Zu Besuch bei Havana Club

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Am Mittwoch durften wir die Havana-Club-Destillerie in San José besuchen. An diesem Standort, etwa 45km entfernt von Havana, lagern die Fässer der älteren Destillate. Neben dieser Destillerie existiert noch eine grössere zweite im Süden der Insel. Dort wird der junge weisse oder dreijährige Havana Club produziert.

Bei unserem Besuch bekamen wir eine Ahnung vom «dynamischen Blendingprozess» von Havana Club. Damit ist gemeint, dass die Rums bei Havana Club stufenweise geblendet werden. Es kann zum Beispiel sein, dass die Fässer A und B nach X Jahren zusammengeführt werden; diese Mischung wird weitere Y Jahre in einem neuen Fass gelagert und am Schluss vielleicht noch zusammen mit einer anderen «Basis» – so nennt Havana Club die bereits geblendeten Rumbestandteile – zu Ende gereift. Die Altersbezeichnungen bei beziehen sich dabei stets auf den ältesten Rum. Was man in den riesigen Lagerhallen von Havana Club nicht findet, sind Rums, die über Jahrzehnte unberührt im selben Fass lagern. Das hat auch mit dem grosse Schwund zu tun, der bei Destillerien in Kuba klimabedingt 4-7 Prozent pro Jahr ausmacht.

Wie das Havana-Club-Blending funktioniert, durften wir anschliessend in der Praxis bei einer Degustation des neuen Havana Club Unión probieren. Neben dem Endprodukt konnten wir zwei der Basen degustieren, die einmal in jungen Fässern und einmal in über 60-jährigen Fässern ausgebaut wurden.

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Wieder eine schlechte Ernte

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Am Dienstag stand ein Besuch der Region Pinar del Rio im Westen der Insel auf dem Programm. Hier wächst der beste Tabak Kubas, hier werden die Tabake nach der Ernte getrocknet, sortiert, fermentiert und für die Zigarrenproduktion vorbereitet.

Unsere Gruppe durfte den Tabakbauern Alejadro Perez Cabrera in der Region San Luis besuchen. Der 72- Jährige ist Herr über 1.8 Hektaren Land und einen Familienbetrieb, der in einem normalen Jahr etwas über 3 Tonnen Tabak abwirft. Bei unserem Besuch war etwa die Hälfte der Ernte eingebraucht. Die Ernte sei normal verlaufen, erzählte der Bauer. Es habe bei der Aussaat viel geregnet, was nicht gut sei. Lieber haben die Bauern, wenn es eher trocken ist. So können sie bei Bedarf selber bewässern. Alejandro Perez Cabrera erwartet trotzdem eine normale, durchschnittliche Ernte.

Wie man in Havanna hört, teilen diesen vielleicht offiziellen Optimismus nicht alle. Man spricht von einer ziemlich schlechten Ernte. Auf zwei schlechte Jahre folgte letztes Jahr ein gutes und nun wohl wieder ein schlechtes. Eine Verbesserung der Liefersituation dürfen wir deshalb nur vorübergehend erwarten.

In einer Escogida, wo die Tabake nach dem Trocknen sortiert werden, wurde uns eine neue Fermentationskammer gezeigt. Im isolierten Raum herrschen Temperaturen von 33.9 Grad und 85 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit. Zu den Effekten des neuen Verfahrens haben wir keine schlüssigen Auskünfte erhalten. Der Zeitgewinn, der damit erzielt wird, dürfte nicht ausschlaggebend sein, denn eine natürliche Fermentation ohne maschinelle Unterstützung wäre in Kuba sicher wirtschaftlicher.

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Noche de Bienvenido

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Zur Eröffnung des Festivals lud Habanos dieses Jahr in ein altes Tabaklager im Hafen von Havanna. Nach den offiziellen Voten der Habanos-Präsidenten und dem Ausblick auf das Festival-Programm rückte eine  Multimedia-Show Hoyo de Monterrey, die Marke des Abends, in den Mittelpunkt.

Weil sich am Gala-Abend alles um das Geburtstagskind Cohiba drehen wird, präsentierte Habanos schon am Eröffnungsabend einen ersten Höhepunkt: Die Hoyo de Monterrey Epicure No. 2 Reserva Cosecha 2012. Die Tabake dieser Havanna stammen aus der Ernte 2012 und sind somit vier Jahre alt. Als weitere Neuheit rauchten wir zudem eine neue Hoyo im Format der Partagás Presidentes, die als Casa del Habano-Edition auf den Markt kommen wird.

Bekannte treffen, Drinks schlürfen, Kontakte knüpfen, die Meeresbrise geniessen nach einem sonnigen und ereignisreichen Tag, so verbrachten wir den Abend.

Dieser hatte übrigens ein schönes Konzept, mit unterschiedlichen Bühnen, Verpflegungsständen, darunter auch Originelles wie die Bar mit Zuckerrohrpresse oder der Churre-Mann, der traditionelles kubanisches Süssgebäck anbot. Funktioniert hat es allerdings mehr schlecht als recht. Am Buffet treffen Anspruch und Wirklichkeit aufeinander, wenn sich Kubaner ihre offensichtlich leeren Bäuche füllen müssen. Je weiter die Ticketpreise steigen, desto mehr dürften sich die zahlenden Gäste über solches wundern.

Keine Blöse gaben sich die Kubaner natürlich bei den vorgestellten Zigarren-Neuheiten. Die Hoyo de Monterrey Epicure No. 2 Reserva, die wir ganz in Ruhe zurück in unserer Wohnung genossen haben, ist eine wunderbare Havanna. Ich habe sie als voll und cremig erlebt, mit einer feinen Süsse im Rauch, der um die Nase streicht.

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Die neue Edicion Suiza

Das Edición-Regional-Programm von Habanos beschert einer Vielzahl von Ländern jedes Jahr spezielle Sondereditionen, die nur dort und nur in limitierter Auflage erhältlich sind. Geburtsstätte dieses Konzepts war übrigens die Schweiz – die erste Edición Regional kam in der Schweiz auf den Markt und wurde auf Initiative des damaligen Intertabak-Chefs Urs Tanner lanciert.

Während wir zu Hause noch auf die Auslieferung der Edición Suiza 2015 warten, durften wir in Havanna bereits ihre Nachfolgerin probieren: Die Juan Lopez Eminentes Edición Suiza 2016 im Format Sublimes. Ein prächtiges Grossformat, das uns beim ersten Test sehr gut gefallen hat. Ich habe mir als Eckwerte notiert: Weicher Rauch und cremig, feinwürzig, zunehmende Kraft im Rauchverlauf.

Der Schweizer Habanos-Importeur Intertabak hat in Kuba 6000 Kisten à 10 Zigarren bestellt. Dazu wird die Zigarre auch in einem limitierten Sonderhumidor angeboten.

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No hay miel

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Vor zwei Tagen sind meine Frau und ich gut in Kuba gelandet. Gestern ist Stefan, ein Manuel’s-Stammgast, dazu gestossen und wir sind bereit für das XVIII. Festival del Habano.

Unser erster Termin führt uns heute am Montag Morgen ins Hotel Nacional zur Akkreditierung. Nun geniessen wir auf der Terasse des altehrwürdigen Hotels die ersten Sonnenstrahlen.

Alles scheint seinen gewohnten Gang zu nehmen. Der arme Dame, die für den Service zuständig ist, muss sich alleine um sehr viele Gäste kümmern. Auf unseren Canchanchara-Cocktail warten wir seit bald einer Stunde. No hay miel, es gibt keinen Honig. Dieser wird nun in der Hotelküche gesucht. Auch kubanische Refrescos gibt es im Nacional nicht mehr. Tukola und Naranjita sind Cola und Fanta gewichen. Ein Vorbote der bevorstehenden Amerikanisierung? Knapp ist in Havanna auch das kubanische Nationalbier Buchanero, das wir auch bei uns im Manuel’s servieren.

Die Canchancharas sind eingetroffen! Dazu warten Daiquiri und El Presidente auf uns, die wir im Sinne eines funktionierenden Supply-Chain-Managements mitbestellt haben.

Wir freuen uns auf entspannte Tage in Havanna. Weiter geht es heute Nachmittag mit einem Tasting der neuen Edición Suiza und am Abend mit der Welcome Night.

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Abreise nach Kuba

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Morgen machen meine Frau und ich mich auf den Weg nach Kuba. Nachdem wir letztes Jahr, kurz nach der Eröffnung unseres neuen Geschäfts, auf den Besuch des Habanos Festivals verzichtet haben, freuen wir uns dieses Jahr umso mehr, dass wir das 50-jährige Jubiläum der Marke Cohiba in Kuba miterleben dürfen. Laptop und Kamera sind im Gepäck und wenn es die Umstände zulassen werde ich hier im Blog regelmässig über unsere Erlebnisse berichten.

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XVIII. Festival del Habano

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Zum 18. Mal findet vom 29. Februar bis zum 4. März 2016 das Festival del Habano in Kuba statt. Der deutsche Habanos-Importeur 5th Avenue hat jetzt erste Informationen zum Programm veröffentlicht. Ein wichtiger Hinweis verbirgt sich ganz am Ende der Mitteilung: Interessenten sollten sich umgehend um die Buchung von Hotel und Flug kümmern, Havanna ist praktisch ausgebucht. Zimmer in den grossen Hotels gibt es allenfalls noch über Reiseagenturen wie Cuba Real Tours. Das Festival-Programm bietet den Besuchern wie jedes Jahr Workshops, Fabrikbesuche und einen Ausflug in die Vuelta Abajo. Höhepunkt ist die Gala-Nacht, in deren Mittelpunkt das 50-jährige Jubiläum von Cohiba stehen wird.

Jahr für Jahr versammeln sich für eine Woche Aficionados aus aller Welt in Havanna und widmen sich ihrer gemeinsamen Leidenschaft – der Habano. Im Jahr 2015 reisten dazu mehr als 1.650 Cigarrenliebhaber aus über 60 Ländern in die cubanische Hauptstadt.

Im Jahr 2016 lädt Habanos S.A. vom 29. Februar bis zum 4. März zur weltweit größten Veranstaltung dieser Art ein. Während einige Gäste dieses Event wenigstens einmal miterleben möchten, ist es für andere ganz selbstverständlich, mehrere Male oder sogar regelmäßig dabei zu sein. Alles dreht sich hier rund um die Habano; der gemeinsame Genuss steht im Mittelpunkt. Mit besonderer Spannung warten die Gäste natürlich auf die Produktneuheiten, die dann erst nach mehreren Monaten geduldigen Wartens weltweit auf den Markt kommen. 2016 steht das Jubiläum einer ganz besonderen Marke im Mittelpunkt: Die Spitzenmarke Cohiba feiert ihren 50jährigen „Geburtstag“!

Auf der traditionellen Willkommensveranstaltung am Montagabend erwartet die Festivalteilnehmer schon ein erster Höhepunkt: die Weltpremiere der Hoyo de Monterrey Epicure No.2 Reserva, gefertigt aus sorgfältig reifegelagerten Tabaken der Ernte des Jahres 2012. Veranstaltungsort ist wieder das historische Holz- und Cigarrenlager im Hafen von Havanna.

Am Dienstag geht es dann zur Besichtigung der Plantagen in Pinar del Rio, in der berühmten Anbauregion Vuelta Abajo im Westen Cubas. Sie gilt als Heimat des Tabaks, der zum besten der Welt zählt. Ende Februar hat man hier Gelegenheit, die bereits fast bis zur vollen Größe gewachsenen Tabakpflanzen auf den Plantagen zu sehen. Die ersten Blätter hängen dann bereits goldbraun leuchtend zur Trocknung in den Holzschuppen.

Am Mittwoch wird die Internationale Habanos-Messe eröffnet. Ein abwechslungsreiches Seminarprogramm mit erstklassigen Referenten steht hier auf dem Programm, abgerundet durch spannende Degustationen von Habanos mit dazu passenden Getränken. Unter der Anleitung von Spitzentorcedores können sich die Besucher außerdem in der Kunst des Cigarrenrollens üben. In diesem Jahr wagt man sich hier sogar an die schwierig zu fertigenden Figurado-Formate.

Den Mittwochabend widmet Habanos S.A. den Leuten, ohne die es keine Longfiller-Cigarren gäbe: Den „Torcedores“ genannten Cigarrenrollern, die nur in Cuba nach der traditionellen Methode „totalmente a mano“ – vollständig von Hand – in den legendären Manufakturen die Cigarren fertigen.
Am Donnerstag steht dann auch die Besichtigung von zwei der legendären Cigarrenmanufakturen in Havanna auf dem Programm. Eine davon ist die berühmte Cohiba-Manufaktur „El Laguito“, die einst der Familie eines Zuckerbarons als Wohnstätte diente. Nur zum Festival öffnen ausgewählte Manufakturen ihre Türen, um die Besucher einen Blick auf die geschickten Hände der Torcedores werfen zu lassen.
Höhepunkt des Festivals ist, wie in jedem Jahr seit dem Bestehen des Festivals, die feierliche Abschlussgala am Freitagabend. Hier wird nun das 50jährige Jubiläum von Cohiba ausgiebig gefeiert. Mit Spannung erwartet wird jedes Jahr auch die Auszeichnung der Preisträger als „Hombre del Habano“. Den Abschluss des Abends, dessen künstlerische Gestaltung in den Händen hervorragender cubanischer Musiker, Tänzer und Sänger liegt, bildet die Versteigerung ganz besonderer Humidore, die eigens für diesen Anlass gefertigt werden und mit seltenen Habanos gefüllt sind. Der Erlös dieser Versteigerung kommt wie immer dem cubanischen Gesundheitswesen zugute.

Wer Interesse an einer Teilnahme am Festival del Habano hat, sollte sich beeilen: Cuba ist gefragt wie nie und die Flüge und Hotels werden bereits knapp.

Weitere Informationen und Unterlagen zur Anmeldung finden Sie jetzt unter www.5thavenue.de.

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«Hübsche Mädchen und viel Asche»

n24

Auch in diesem Jahr wurde der spektakuläre Longst-Ash-Wettbewerb des Habanos-Festivals von zahlreichen Medien aufgegriffen. So auch im Beitrag «Hübsche Mädchen und viel Asche» von N24.de. Neben den hübschen Mädchen ist darin auch ein adretter Jüngling zu sehen, der treue Festival-Besucher Michael Schäffler aus Deutschland, der in diesem Jahr um den Sieg mitgeraucht hat.

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Glamouröser Schlussakt in Havanna

In Havanna geht das XVII Festival del Habano zu Ende. Am Gala-Dinner gestern Abend gaben sich unter anderem Paris Hilton und Naomi Campbell die Ehre. Zur Feier des 80-jährigen Jubiläums präsentierte Habanos am Abschlussabend die Montecristo 80 Aniversario, ein auf 30’000 Stück limitiertes Sonderformat.

Cuba has once again witnessed the world’s largest Habano meeting. The Festival drew to a close with the Gala Evening, an event dedicated to the Montecristo brand, with global stars among the guests. Paris Hilton from the United States, and Top Model Naomi Campbell, dazzled everybody with their presence after a hugely enjoyable week that included new activities, charming evenings, and the exclusive tasting of the new vitolas that Habanos s.a. has launched onto the market in 2015. More than 1,650 people from more than 60 countries made this journey to the roots of a century-old tradition on the island.

One of the highlights of the evening was the tasting of Montecristo 80 Aniversario, a unique vitola (ring gauge 55 x 165 mm in length) whose blend, with its special strength, has been created for smokers who enjoy intense flavours. This edition of 30,000 units to commemorate the founding of the legendary brand, which was established in 1935, is presented in an exclusive, uniquely designed box of 20 Habanos, each bearing bands with a gold finish, especially for this occasion. Made Totalmente a Mano con Tripa Larga, -Totally Handmade with Long Filler- after selecting exquisite wrapper, filler, and binder leaves from the best fields in the Vuelta Abajo (Pinar del Río*), the Montecristo 80 Aniversario vitola has special dimensions that cannot be found in any other standard Habanos size range.

More than 740,000 dollars will be donated in full to the Cuban Public Health System, with the money raised from the traditional Grand Humidors Auction, where six unique lots from the Cohiba, Montecristo, Partagás, Romeo y Julieta, Hoyo de Monterrey, and H. Upmann brands went under the hammer.

The evening also saw the award of the 2014 Habanos Prizes. The award in the Communication Category went to Gary Heathcott, the speaker and editor of publications such as Smoke and Tobacco Journal. The Habanos sub-distributor in Chipre, George Fereos, was awarded the prize in the Business Category, and Rogelio Ortúzar, who has spent almost 40 years growing the best tobacco in the world, was the winner in the Production Category.

Brazil, represented by Walter Saens Rodríguez Neto, was victorious in the XIV Habanosommelier International Contest. Andrés Piñón from Cuba, and Lucas Tramontana from United Kingdom, came second and third, respectively. One of the most popular activities was the second edition of the longest ash competition, which was won by Ali Alrami from Kuwait.

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Das 17. Habanos-Festival beginnt

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In Kuba beginnt heute das XVII Festival del Habano. Erste Bilder aus Kuba zeigen Neuheiten, welche diese Woche vorgestellt werden.

Zu den Highlights gehört die Romeo y Julieta Wide Churchill Gran Reserva Cosecha 2009. Diese spezielle Version des grossvolumigen Romeo-Bestsellers enthält ausgewählte Tabake der Ernte 2009.

Im festlichen Rahmen des Gala-Dinners wird am Freitag die Montecristo Aniversario 80 präsentiert. Mit dieser Zigarre feiert Habanos den 80-jährigen Geburtstag der Marke Montecristo.