Manuel Fröhlich Events

Das war der Habanos-Day 2015

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Zum zweiten Mal richtete der Schweizer Habanos-Importeur Ende Oktober einen Habanos-Day aus. Dass bereits die erste Ausgabe vor zwei Jahren bei den Gästen einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatte, zeigte der Ticketverkauf. Innert wenigen Tagen war der Event ausgebucht. Am Erfolgsrezept der Premiere änderte Intertabak deshalb nichts: Die Gäste besuchten in einem ersten Teil interessante Workshops. Darauf folgte eine genussvolle Cena Cubana mit Live-Musik. Ein Höhepunkt war die Premiere der Punch Supremos Edición Suiza 2015.

Die Zigarre im Sobresaliente-Format (152 x 53) schmeckte vorzüglich und fiel mit einem eher leichten Blend auf. Spektakulär sind die Idee und Umsetzung zum diesjährigen Sonderhumidor für die Edición Suiza ausgefallen. Dieser wird die Form einer Zigarrenpresse haben und stammt aus dem Atelier von Humidores Habana. Voraussichtlicher Liefertermin für den auf 100 Stück limitierten Humidor ist Anfang nächstes Jahr. Der Preis wird sich im Bereich von 3500-4000 Franken bewegen. Über die Einführung der Punch Supremos gibt es noch keine gesicherten Informationen. Der Importeur hofft auf eine Lancierung noch in diesem Jahr.

Mit seinen tropischen Gewächshäusern bot das Giardino Verde das passende Umfeld, um bei den Gästen des Habanos Days karibische Feelings aufkommen zu lassen. Unzählige tropische Pflanzen und Bäume erinnerten an die Karibik – und der Rauch der glühenden Zigarren rundete das Gefühl ab, sich mitten in Kuba zu befinden!

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Manuel Fröhlich Cigarren

Inter-tabac 2015

Am Wochenende ging die diesjährige Inter-tabac über die Bühne, die weltweit wichtigste Fachmesse der Tabakbranche, die jeweils im September im deutschen Dortmund stattfindet. Dieses Jahr dauerte unser Besuch nur wenige Stunden. Trotzdem habe ich viele Bekannte und Freunde aus der Branche gesichtet und vielversprechende Neuheiten entdeckt. Genau das macht die Inter-tabac aus: In kurzer Zeit ein Branchen-Update erhalten.

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Unser erster Besuch führte zu Davidoff. Wir Schweizer Händler gehören jeweils zu den ersten, die neben dem US-Markt die Neuheiten von Davidoff erhalten. Wirklich neu war für uns deshalb nicht viel. Davidoff reitet weiterhin auf einer eindrücklichen Erfolgswelle. Seit dem Amtsantritt von Hans-Kristian Hoejsgaard hat das Unternehmen den Zigarrenabsatz um 50 Prozent gesteigert. Der neuste Trumpf im Ärmel der Basler ist die Davidoff Escurio mit brasilianischem Tabak. Sie trägt wie die Davidoff Nicaragua eine schwarze Bauchbinde, das Merkmal der sogenannten Discovery-Serie, die sich an progressive Geniesser richtet. Erstmals in den Händen gehalten habe ich in Dortmund die Griffin’s Nicaragua, die Anfang Oktober in der Schweiz auf den Markt kommen wird. Ein Tastingbericht folgt, sobald ich die Zigarren probiert habe. Noch gefehlt hat die Avo Syncro, die ebenfalls Nicaragua-Tabake enthalten wird, aber erst im neuen Jahr nach Europa kommen wird.

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Bei Villiger ist die Einführung der Villiger San’doro Thema Nummer eins. Diese neue Linie umfasst Formate mit Tabaken aus Nicaragua oder Brasilien. Auf dem Villiger-Stand habe ich Matias Maragot und seine kubanische Frau getroffen. Sie produzieren in ihrer Fabrik in der Dominikanischen Republik den Grossteil der Villiger-Longfiller, darunter Villiger 1888 und Bock y Ca.

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Auf dem Stand des deutschen Habanos-Importeurs 5th Avenue war wie jedes Jahr viel Betrieb. Marketing-Chef Christoph Puszkar posierte für ein kurzes Foto mit den Neuheiten. Was ausgestellt wurde, ist aber bereits im Handel erhältlich. Wie immer nützt Kuba die Inter-tabac nicht als Plattform für die Präsentation von Neuheiten – hierfür gibt es das hauseigene Festival del Habano. Dortmund nützen die Kubaner um zu Verkaufen und Kontakte zu pflegen.

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Seinen Ruf als Innovator hat Schuster ausBünde auch dieses Jahr bestätigt. Für die «Canned Heat» wurde das Unternehmen mit einem Messe-Award ausgezeichnet. Die originelle Idee: Die Zigarren sind in einer Dose mit luftdichtem Deckel (ähnlich wie z.B. Salznüsse) verpackt. So können sie auch ausserhalb des Humidors präsentiert werden. Und die Verpackungskosten sind gering, was zu einem attraktiven Verkaufspreis führt. Ebenfalls vielversprechend zwei neue Formate von Casa de Torres: Die Bold Short Robusto trifft perfekt den Zeitgeist. Und das neue Diadema-Format dürfte zu den preisgünstigsten Longfiller-Zigarren dieses Formats gehören. Alle drei Neuheiten werden ihren Weg auch in die Schweiz finden, wie uns Importeur Peter Baumann bestätigt hat.

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Adorini begrüsste uns bestens gelaunt auf einem neuen Messestand. Als wichtigste Neuheit hat Adorini in Dortmund einen neuen Humidorschrank mit verglasten Seitenwänden vorgestellt. Damit habe man auf einen regelmässigen Kundenwunsch reagiert.

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Viele Aussteller lockten Besucher mit Live-Präsentationen an ihre Stände. Interessant war die Vorführung am Toscani-Stand, wo eine Rollerin zeigte, wie die Toscani Originale von Hand gefertigt werden. Diese Spezialität wird in Italien und anderen Märkten verkauft. In der Schweiz sind nur die maschinell gefertigten und dafür deutlich günstigeren Varianten erhältlich.

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Der beliebteste Treffpunkt der Messe war auch dieses Jahr der Stand des Cigar Journals. Hier traf man das Who is who der Zigarrenbranche. Dazu trug sicherlich auch das gute Bier bei, das jeweils ausgeschenkt wird. Auf dem Bild zu sehen: In der Mitte Reinhold Widmayer, Chefredakteur des Cigar Journals, flankiert von Tobias Hüberli und Stefan Schramm vom Schweizer CIGAR.

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Unión-Insights

Nachdem ich den neuen Havana Club Unión unvoreingenommen genossen habe, wurden wir am Mittwoch Abend bei der Präsentation des neuen Spitzenrums in Zürich auch noch mit offiziellen Informationen und einigen Insider-Geschichten versorgt.

Die Federführung bei der Kreation des Rums in Kuba hatte Maestro Ronero Asbel Morales. Er war am Mittwoch persönlich anwesend und stand Red und Antwort. Der Rum entstand in einer Kooperation mit der Marke Cohiba, deshalb war auch ein Zigarrensommelier namens Fernando Fernandez involviert.

Das Ziel sei es gewesen, erzählte Asbel Morales, den komplexen und vielschichtigen Charakter einer Cohiba-Zigarre in einem Rum einzufangen. Das Ergebnis ist ein typisch kubanischer Rum mit holzigen, rauchigen und fruchtigen Noten. Halte man die Nase in das Glas, öffne sich ein Fenster zu einer kubanischen Landschaft, erzählte uns der sympatische Maestro Ronero mit viel Herzblut.

Bei seinen Spitzenrums hält sich Havana Club jeweils bedeckt, wenn es um das Alter geht. Eigentlich solle man bei einem alten Rum wie bei einer Dame nicht nach seinem Alter fragen, erklärte Asbel Morales denn auch. Die verwendeten Fässer für den Unión hätten ein Alter zwischen 20 und 40 Jahren. Zudem legte er offen, dass der Rum aus fünf Komponenten geblendet wurde. Für den Havana Club Maximo, die Spitzenklasse im Havana-Club-Universum, sind die ältesten Fässer gemäss Morales rund 60 Jahre alt.

Auch der Schweizer Habanos-Importeur Intertabak war bei der Präsentation mit von der Partie und steuerte die Zigarren bei, natürlich von Cohiba. Die offerierten Cohiba Siglo VI harmonierten wirklich ganz ausgezeichnet mit dem komplexen und ölig-weichen Rum und bescherte uns einen sehr genussvollen Abend.

Die Produktion des Havana Club Unión ist limitiert, allerdings ist eine spätere Weiterführung nicht ausgeschlossen. Bis im September sind in der Schweiz nur 150 Flaschen verfügbar. Davon haben wir uns für unsere Rum-Abteilung 15 Flaschen sichern können.

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Havana Club Unión

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Gestern hat Havana Club in der Schweiz die ersten Flaschen des neuen Havana Club Unión ausgeliefert. Es handelt sich dabei um eine besondere Neuheit, in mehrfacher Hinsicht: Der Havana Club Unión füllt die Lücke zwischen dem 15-jährigen Havana Club und dem Super-Premium-Produkt Maximo. Zu einem einigermassen erschwinglichen Preis (bei uns kostet die Flasche CHF 345.-, gegenüber CHF 2100.- für den Maximo) erhält der Konsument die Gelegenheit, einen sehr alten kubanischen Rum zu geniessen. Aufregend ist für Aficionados auch das Konzept des Havana Club Unión: Es ist ein Gemeinschaftsprojekt von Cohiba und Havana Club. «Two iconic cuban Brands unite to create a rum of true exception». «Unión» steht für diese Zigarren-Rum-Union.

Ich habe gestern beim Feierabend-Schach ein Gläschen getrunken und den Unión sofort ins Herz geschlossen. Seine ölige und weiche Textur sind herausragend. Gleichzeitig bleibt er eindeutig ein kubanischer Rum mit Würze, der mit einer Havanna wunderbar harmoniert und gedanklich nach Kuba entführt.

Der offizielle Launch findet am Mittwoch bei einem Anlass in Zürich statt. Sicherlich werden dann weitere Details zum Rum bekannt, etwa zu seinem Alter. Bei uns im Manuel’s kann man den Rum ab sofort kaufen und auch glasweise probieren.

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Kaffeepause mit Ibis Antiguo

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Über die Geschichte der Ibis Antiguo habe ich schon vor vier Jahren geschrieben. Ibis Cigars war eine alte Marke, die über Umwege in den Besitz von August Schuster in Bünde überging. Schuster nützte die Marke Ibis, um eine Zigarre im Retro-Look zu fertigen, die mit ihrer Form, Machart, Verpackung und dem Logo an Zigarren erinnert, wie man sie zu Beginn des letzten Jahrhunderts geraucht hat. Der Geschmack ist herzhaft, kräftig, erdig und süss.

Ich war immer ein Fan dieser Zigarre, eine Packung nahm ich sogar mit nach Kuba, als Vorlage für eine Havanna-Eigenentwicklung. Auch bei den Kuden in unserem Geschäft ist die Ibis Antiguo ein Renner, seit wir sie ins Sortiment aufgenommen haben. Dazu trägt nicht zuletzt der Preis von 15 Franken für fünf Zigarren bei.

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Kubanische Kunst im Manuel’s

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Leere Zigarrenkistchen bilden den Rohstoff für die Bilder von Carlos Alberto Piloto Canovas, die ab dem 25. April bei uns im Manuel’s gezeigt werden. Für seine Ausstellung «Humo» (Spanisch für «Rauch» ) transformierte er leergerauchte Zigarrenkistchen in neue Bilder. Die Werke zeichnen sich durch ihre Dreidimensionalität, kreative Detail-Ideen und eine imposante Gesamtwirkung aus.

Selber als Verpackung konzipiert sind zwölf Keramik-Jars, welche vom kubanischen Künstler für die Ausstellung gestaltet wurden und als Behältnis für edle Zigarren dienen. Sie zeigen Szenen aus der Welt des kubanischen Tabaks – und als Reverenz an seine Wahlheimat auch die Altstadt Zürichs.

Die Vernissage der Ausstellung findet am Samstag 25. April um 17H bei uns im Manuel’s statt. Neben Carlos Alberto Piloto Canovas wird auch die kubanische Künstlerin Flora Fong, die aktuell bei ArteMorfosis ausstellt, bei uns mit einem Bild zu Gast sein.

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Flora Fong in Zürich

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Flora Fong gehört zu den arriviertesten zeitgenössischen Künstlerinnen Kubas. Ihre Arbeiten wurden international an zahlreichen Ausstellungen präsentiert und mehrfach ausgezeichnet. Diesen Topshot der kubanischen Kulturszene hat die neue Zürcher Galerie ArteMorfosis für ihre erste Ausstellung gewinnen können. Mit einer Vernissage in Anwesenheit der aus Kuba angereisten Künstlerin feierte die Galerie heute ihre Eröffnung.

ArteMorfosis ist das Projekt von Johann Burkard (rechts im Bild), einem IT-Unternehmer und Mitgründer des Vergleichsportals Comparis. Mit Kuba verbindet Burkhard eine lange Liebe, aus der unter anderem die Internetseite Cubisima hervorging, ein vielgenutzter Internet-Marktplatz für Kubaner. Mit ArteMorfosis haben er und seine Frau sich einen kleinen Traum erfüllt. Die Galerie wird ausschliesslich kubanische Kunst zeigen.

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Manuel Fröhlich Cigarren

«Cuba’s tobacco farmers embrace change»

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Maggy Wandeler vom La Corona hat auf Facebook auf einen CNN-Beitrag über die kubanische Zigarrenindustrie aufmerksam gemacht. Der Reporter macht es einem mit seinem Kinder-TV-Duktus nicht gerade einfach, sich über die Ankunft der Amerikaner in Kuba zu freuen. Gleichwohl sind die Bilder schön und die Aussagen der Protagonisten – Hiroshi Robaina, Habanos-Vize Fernandez Maique und der britische Botschafter in Havanna – aufschlussreich.

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Plain Packaging kommt nach England, Ausnahmen für Zigarren

Am Mittwoch hat das britische Unterhaus der Einführung von Plain Packaging zugestimmt. Das House of Lords wird am Montag aller Voraussicht nach das Gesetz ebenfalls absegnen.

Anders als in Australien sind in England nur Zigaretten von der Einführung von Einheitsverpackungen ohne Markenzeichen betroffen; Zigarren und Pfeifentabake sind erfreulicherweise von der Regelung ausgenommen. Simon Chase vom englischen Habanos-Importeur Hunters & Frankau hat mir den kompletten Gesetzestext übermittelt, viele Zeitungsberichte sind auf diesen für uns essentiellen Punkt nicht eingegangen.

Apropos Hunters & Frankau: Mein E-Mail wurde von Ana Lopez, der ehemaligen Marketingchefin von Habanos SA beantwortet, die nun offenbar eine Aufgabe in Grossbritannien übernommen hat.