Manuel Fröhlich Literarisches

Wir brauchen Zigarrenbücher

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Unsere Kunden kaufen in unserem Shop gerne und oft Literatur zum Thema Zigarren – als Ratgeber für den Einstieg in die Zigarrenwelt oder als schönes Geschenk für einen Liebhaber.

Leider werden Zigarren-Bücher selten neu aufgelegt, wenn sie ausverkauft sind. Das schöne Taschenbuch «Die Kunst, Zigarre zu Rauchen» haben wir dutzend-, wenn nicht hundertfach verkauft. Warum wagt der Verlag nicht eine Neuauflage?

Noch schwieriger ist die Lage bei den grossen Bildbänden. In der Schweiz ist zur Zeit kein richtiger Bildband zum Thema Zigarren verfügbar. Wenn ein Bildband auf den Markt kommt, ist er nach einem Jahr wieder ausverkauft, was doch darauf hinweisen würde, dass Kunden für ein solches Produkt vorhanden sind.

Bücher wie «Eine illustrierte Enzyklopädie der postrevolutionären Havanna-Cigarren» oder «Partagás el Libro» sind wunderschön gemacht und wichtig, aber richten sich eher an Fortgeschrittene.

Was wir dringend wieder brauchen ist ein Buch im Format des Bildbandes «Havanna – Hommage an eine Zigarre» von Charles del Todesco. Vielleicht hört ja der Heyne-Verlag diesen Hilferuf.

Manuel Fröhlich Literarisches

Neuer Lesestoff

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Heute lagen die neuen Ausgaben von zwei Magazinen im Briefkasten: Das Cigar Journal ist vollbepackt mit Zigarrengeschichten; die Titelstory ist Nestor Plasencia gewidmet. Ich habe für diese Nummer zwei Texte beigesteuert: Im Artikel «Beruf: Testraucher» schreibe ich über die kubanischen Catadores, die in täglichen Sitzungen Zigarren testen – die Making-of-Bilder habe ich hier ja bereits gezeigt. Im zweiten Beitrag schreibe ich über die «magische Anziehungskraft» der Habanos-Festivals.

Im CIGAR-Magazin geht es dieses Mal um das Thema Business. Passend dazu hat das Tasting-Team Zigarren getestet, die von uns Händlern eingereicht wurden (mit meiner Behike bin ich bei diesem Experiment auf Nummer sicher gegangen; damit, dass sie sich im Vergleich mit der Juan Lopez Seleccion No. 2 in diesem Fall geschlagen geben musste, kann ich gut leben). In meiner Kolumne gebe ich einige Tipps zum «Zigarrenshopping in Havanna».

Manuel Fröhlich Literarisches

Der kubanische Tabak und die Deutschen

In Deutschland ist das neue Buch Der kubanische Tabak und die Deutschen auf den Markt gekommen, das den deutschen Einfluss auf die kubanische Tabakindustrie beleuchtet. Das Buch wurde von einer Gruppe von Studierenden der Hochschule der Medien in Stuttgart gestaltet und von einigen bekannten Namen aus unserer Branche gefördert, darunter Peter Heinrichs, Jorge Hernández, Dr. Maximilian Herzog, Siegfried Schäuble und Antonio de Dios.

Eine zentrale Stellung nimmt in diesem schönen Buch die Geschichte der Marke H. Upmann ein, die von der deutschen Bankierfamilie Upmann (bzw. Hupmann) gegründet wurde. Hier ein kurzer aber spannender Ausschnitt, der zeigt, dass Fälschungen schon im 19. Jahrhundert ein Thema waren (S. 43-44):

(..) Diese anormale Situation wirkte sich negativ auf das über lange Arbeitsjahre hinweg gewonnene Prestige der Tabakfirma H. Upmann aus. Ausserdem wurde seitens der angesehenen New Yorker Fachzeitschrift jener Zeit, des The U.S. Tobacco Journal News eine ganze Reihe abfälliger Ansichten publik gemacht, in denen die Betrugsanzeigen infrage gestellt wurde, die seitens der französischen Regierung anläslich der Zurückweisung einer Lieferung von zwölf Millionen Zigarren erhoben wurde, die aus Blättern aus dem Anbau US-amerikanischer Tabakpflanzer, insbesondere aus Key West hergestellt worden waren, wo es seit vielen Jahren eine umfangreiche Bevölkerung kubanischer Herkunft gab, die sich dem Tabakanbau und der Herstellung von Zigarren widmete.

Manuel Fröhlich Literarisches

Weniger Verbote! Mehr Genuss!

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Gestern hat die NZZ auf das neue Büchlein «Weniger Verbote! Mehr Genuss!» von David Signer hingewiesen. Und weil der Buchautor selber NZZ-Mitarbeiter ist, zitiere ich ausnahmsweise den kompletten Artikel zu diesem «Pamphlet gegen die Entmündigung»:

Natürlich ist Rauchen ungesund, Saufen und Fressen auch. Wer mit 200 Kilometern pro Stunde über die Strassen rast, bringt sich um und andere auch. Dennoch fordert der NZZ-Mitarbeiter David Signer «Weniger Verbote! Mehr Genuss!» und scheut dabei in seinem gleichnamigen Büchlein auch vor drastischen Formulierungen nicht zurück.

Engagiert und ohne Scheuklappen rückt er die Verhältnisse zurecht. Nicht das Verhalten der Menschen sieht der Autor als Problem, sondern den Umgang damit: die Flut der Beschränkungen, der Vorschriften und der Warnhinweise. «Der Eifer der Politiker, uns vor uns selbst zu schützen, macht uns zunehmend zu Kindern», schreibt Signer. Und wird zu seinem Ärger auch noch von der Bevölkerung akzeptiert.

Der Ethnologe Signer verweist auf afrikanische Gesellschaften und kann sich über die europäische Regelungswut – die eigentlich eine importierte amerikanische ist – nur wundern. Oder aber aufregen, und dies macht diese kleine Essaysammlung zu einer ganz köstlichen Fundgrube für heute öffentlich nur noch selten geäusserte Ansichten. David Signer traut sich und legt sich mit den Gutmenschen an, mit den selbsternannten Zivilisationsschützern. Gegen den Strich gebürstet, nannte man dies früher.

Paracelsus‘ Weisheit, dass die Dosis das Gift macht, scheint bei heutigen Gesundheitsaposteln und Sicherheitsfanatikern in Vergessenheit geraten zu sein. Wie sonst ist der Furor zu erklären, mit dem Genussmittel aller Art verteufelt werden? Signer macht diesen Hexentanz nicht mit und appelliert an den gesunden Menschenverstand.

David Signer hat eine Streitschrift geschrieben, im besten Sinne des Wortes: ein Pamphlet für die Eigenverantwortung – die essenzielle Grundsubstanz von Freiheit.

Manuel Fröhlich Literarisches

«Kubas schönster Fabrikjob»

Heute hat ein Artikel der DPA über die Vorleserinnen der kubanischen Zigarrenmanufakturen den Weg in verschiedene Zeitungen gefunden, z.B. in die Mittelbayerische Zeitung:

In der Halle ist es schwül, an den Wänden rattern alte Industrieventilatoren, der Geruch von frischem Tabak liegt in der Luft. Langsam bereiten sich die Arbeiter auf ihre Schicht vor. Odalys Lara steht bereits parat. Die 47-Jährige ist Vorleserin in der Tabakfabrik „La Corona“ in Havanna. Ihr Arbeitsmaterial – die Bücher – trägt sie unter dem Arm, ihr Arbeitsplatz ist ein Pult im Vorraum der Halle. „Den Job mache ich seit 18 Jahren“, erzählt sie.

Manuel Fröhlich Literarisches

Partagás el Libro

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Amir Saarony ist ein kanadischer Zigarrenliebhaber und Sammler, den ich von meinen Kuba-Reisen kennen. In den letzten Jahren arbeitete Amir intensiv am Buch Partagás el Libro, das am Beispiel der Marke Partagás die Geschichte der kubanischen Zigarrenindustrie neu erzählt.

Das Buch enthält unzählige historische Dokumente, Abbildungen von Sammlerstücken und verschiedene Gastbeiträge. Im Frühjahr konnte Amir Saarony das Buch fertig stellen und am Festival del Habano präsentieren. Jetzt ist Partagás el Libro auch bei uns in der Schweiz und in Deutschland erhältlich.

Ich konnte schon eine Vorabversion lesen und habe das Buch im Cigar Journal vorgestellt («Partagás el Libro: Liebe zum Detail»).

Das Buch ist in der aktuellen Version zweisprachig (Englisch / Spanisch). Eine deutsch-französische Version ist in Arbeit.

Manuel Fröhlich Literarisches

Cigar Journal Summer Edition

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Die Cigar Journal Summer Edition ist erschienen. Die Titelstory ist Abdel J. Fernandez, dem Mann hinter der Marke San Lotano gewidmet. Sehr lesenswert ist auch der Beitrag von Humidor-Experte Marc André zur Frage der idealen Lagertemperatur. Und auch ich durfte einen Artikel beisteuern: In «Schweizer Aficionados sind sensibel» werfe ich einen Blick in die Lager von Habanos-Importeur Intertabak und in das Zentrallager von Davidoff in Reinach.

Manuel Fröhlich Literarisches

«The next generation of cigar magazine»

Seit dem 1. April ist der Trailer zum Film «Operation Smokescreen» im Netz verfügbar. Darin tritt die versammelte amerikanische Zigarrenprominenz auf. Mit dem aufwändig produzierten Video macht www.cigaradvisor.com auf ein neues Tablet-Magazin aufmerksam, wie sich jetzt herausstellt.

Die Macher versprechen «The next generation of cigar magazine». Im Letter from the editor wird das Konzept folgendermassen erklärt:

(..) we don’t fit that uptight, too-cool-for-the-room stereotype of what you see in other cigar magazines. We think you’ve had about enough of that horseshit in the press that covers our love of cigars. The whole world isn’t about $800 cufflinks, the Financial Times (we never really did understand a pink newspaper) and a pretentious attitude with a smile that really means „F you.“ That mindset is old. It’s weak, and it’s busted. So we’re doing it different – and you’ll realize it as soon as you get to the next page.

Für mich nicht das richtige, ich bin wohl eher der seriöse Cigar-Journal-Typ. Aber Vielfalt ist gut und das Konzept interessant, nicht zuletzt technisch.

Manuel Fröhlich Literarisches

Cigar Journal Sonderheft für die Schweiz

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Heute lag die neue Ausgabe des Cigar Journals in unserem Briefkasten. Mit dabei: Ein 66 Seiten starkes Sonderheft für die Schweiz. Ich durfte an der Spezialausgabe mitarbeiten und es freut mich sehr, das fertige Heft jetzt in der Hand zu halten.

Verfasst habe ich zum einen die Titelgeschichte über den Schweizer Zigarrenmarkt. Bei meinen Recherchen habe ich Interessantes herausgefunden. Etwa, dass die kleine Schweiz einer der grössten Zigarrenmärkte weltweit ist.

Ausserdem habe ich Emil Blümli in Grenchen besucht. Der inzwischen pensionierte Gastronom verfügt über eine der grössten Vintage-Havanna-Sammlungen weltweit, die Zigarrenkarte seines Lokals fand sogar Aufnahme im Guinessbuch der Rekorde. Über meinen Besuch bei Herrn Blümli berichte ich im Artikel «Sie sind ja schon bezahlt».

Das Sonderheft bietet noch mehr: Ein umfassendes Lounge-Verzeichnis, ein Zigarrentasting mit Schweizer Experten, einen Beitrag über die Firma Villiger, ein Interview mit dem Hublot CEO und einen Artikel über eine Zigarrenkiste mit dem Aufdruck «Elaboré Specialement pour Monsieur F. Hoffmann La Roche».