Manuel Fröhlich Cigarren

Going bold: Die neue Camacho-Linie ab heute erhältlich

Camacho erfindet sich neu. Die Marke, die 1961 vom Exilkubaner Simon Camacho gegründet wurde und später nach dem Umzug nach Honduras mit der kräftigen Corojo-Linie Erfolge feierte, definiert sich neu als «the bold standard». Der Skorpion als neues Logo soll die «Power und Furchtlosigkeit» der Marke zeigen und an das honduranische Erbe anknüpfen.

Offensichtlich ist das neue Marketing auf den US-Markt ausgerichtet. Wie schon bei Zino Platinum wirken die Übersetzungen des amerikanischen Slangs manchmal bemüht. Aber die Grundidee überzeugt: Mit vier neuen Linien will Camacho das Geschmackserlebnis verstärken, die geschmackliche Aussage jedes Blends intensivieren. «Unsere DNA bleibt. Wir haben nur die Lautstärke aufgedreht», sagt Marketingchef Edward Simon.

Die vier neuen Linien heissen Camacho Corojo, Criollo, Connecticut und Triple Maduro. Drei der Blends wurden überarbeitet; die Connecticut-Linie ist eine komplett neue Kreation. Seit Freitag rauche ich die Zigarren, und insbesondere die Connecticut-Linie hat es mir angetan. Sie ist vergleichbar mit der Alec Braldey Connecticut-Serie, aromatisch, weich, eher mild. Zum Starten würde ich die Camacho Connecticut Robusto empfehlen.

Die preisliche Positionierung ist attraktiv. Das Robusto-Format der drei Standard-Linien kostet in der 20er Kiste CHF 162.-.

Die neuen Camachos sind ab heute im Schweizer Fachhandel verfügbar. Allerdings vorerst nur bei 20 ausgewählten Händlern. Parallel dazu wird, so lange der Vorrat reicht, auch noch die alte Camacho-Serie erhältlich sein. Manch einer will sich vielleicht noch einige Vorräte der kultigen Camacho Criollo H1 anlegen. Das Grossformat wird in Zukunft nicht mehr gerollt.

Manuel Fröhlich Cigarren

Avo 88 Limited Edition 2014

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In den USA hat die Auslieferung der Avo 88 Limited Edition 2014 begonnen. Die Zigarre erscheint zum 88. Geburtstag von Firmengründer Avo Uvezian. Die Zahl 88 steht gleichzeitig auch für die Anzahl der Klaviertasten eines Pianos, die Kistengestaltung spielt darauf an. Das oben abgebildete Klavier wird allerdings nur als Verkaufspräsentation in den Läden verwendet. Die Zigarre im Perfecto-Format ist eine Puro Dominicano.

Die Premiere in der Schweiz findet am 16. April in der Casa Colonial statt (ab 18 Uhr, CHF 25.-, Anmeldung erforderlich), im Anschluss wird die Zigarre wohl zeitnah bei uns in den Handel kommen.

The AVO Limited Edition 2014 celebrates the extraordinary 88th birthday of cigar legend, Avo Uvezian. Avo’s deep fascination with numerology gains full exposure with the number 8. Not only does 88 represent the hallmark anniversary Avo Uvezian is celebrating but also the number of keys on a grand piano. Thus, the piano keyboard is the «key« inspiration for Avo’s 2014 Limited Edition «AVO 88«.

Avo Uvezian’s pursuit to compose the perfect blend for his 88th birthday cigar began several years ago. The goal was to compose a cigar that encapsulated an exciting and perfect balance of flavors and strength that is the foundation of every great musical composition. When Avo explained the objective to Master Blenders, Henke Kelner and Eladio Diaz, they were determined to successfully achieve Avo’s challenge. The ideal tobaccos were selected, the beautiful Belicoso format was chosen, and years of passionately finetuning the blend followed. Finally, the dedication to perfection from this legendary trio of cigar composers resulted in a Dominican Puro cigar that will be celebrated by connoisseurs throughout the ages.

Manuel Fröhlich Cigarren

Vegueros kommen im April

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Das Magazin Cigar Aficionado meldet im Newsletter «Cigar Insider», dass die neue Vegueros-Linie aus Kuba mit über einem Jahr Verspätung im April auf den Markt kommen soll:

Cuba’s reboot of the Vegueros brand is just about ready for retail. The cigars, made in Western Cuba rather than the capital of Havana, debuted at the 2013 Habanos Festival, but delays have kept them off the market. Fernando Domínguez, premium cigar director for Imperial Tobacco PLC, which owns half of Habanos S.A., told Cigar Insider in Havana that the brand would finally be out in April. (..)

Bei ihrem Debut am Festival del Habano 2013 überzeugten die neuen Vegueros nicht wirklich; nach einem Jahr Lagerung haben sich die Zigarren aber sehr zum Guten entwickelt.

Manuel Fröhlich Cigarren

Rafael González Petit Pirámides Edición Alemania 2013

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Habanos-Importeur 5th Avenue hat heute über die Auslieferung der Rafael González Petit Pirámides Edición Alemania 2013 in Deutschland informiert.

Was lange währt, wird gut – das gilt auch für die Rafael Gonzalez Petit Pirámides, die exklusive Habano der Edición Regional des Jahres 2013 für Deutschland!

5THAvenue, der Offizielle Alleinimporteur von Habanos für Deutschland und Österreich, wählte dafür ein besonders seltenes Figurado-Format aus, das nicht im Standardsortiment von Habanos enthalten ist. Es hat eine Länge von 127 mm und bietet feinen, aromatischen Tabakgenuss für mehr als 30 Minuten. Durch das große Ringmaß von 50 (19,84 mm) entwickelt sich der Rauch angenehm und harmonisch. Die Intensität der Aromen nimmt im Rauchverlauf zu. Die Marke Rafael González ist jedoch bekannt für ihre leichte Tabakmischung, die auch Anfänger oder gelegentliche Cigarrengenießer nicht überfordert. Für Aficionados ist sie der perfekte Begleiter einer kleinen Pause im hektischen Alltag.

Nur 6.000 Kistchen mit je 10 Stück dieser Tabak-Kleinode wurden gefertigt. Alle Kisten sind individuell nummeriert und damit nicht zuletzt begehrte Sammlerobjekte.

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Manuel Fröhlich Cigarren

Eindrücke vom «Second Annual Legal Outdoor Smoke» in New York

Das Wall Street Journal hat den «Second Annual Legal Outdoor Smoke» im Paley Park, New York, besucht. Im Freien Rauchen ist in New York überhaupt erst möglich, weil der Park einem privaten Besitzer gehört, und zwar der Familie Paley, welche auch das CBS-Netzwerk besitzt. Die Verbindung zwischen CBS und dem Zigarrenrauchen im Paley Park liefert die Gründungsgeschichte:

Mr. Paley’s father started working at La Palina, then owned by his grandfather, Samuel Paley, fresh out of Wharton Business School. Founded in 1896, by 1910 it was manufacturing 10 million cigars a day. «Ninety percent of men smoked cigars at the time,» he explained, when I questioned his numbers.

«He was put in charge of advertising for the company,» Mr. Paley went on. «He produced ‚The La Palina Hour.’»

It was a radio show that so helped increase cigar sales that it convinced William S. Paley of the potential of that new medium. In 1927, he bought five radio stations in the Philadelphia area that he called «United Independent Broadcasters.» They became the genesis of CBS.

Am Event nahm auch «Cigar Rights of America» teil. Wie es im Artikel heisst, hat die Organisation eine Gesetzesinitiative zum Schutz der Premium-Zigarren-Industrie auf den Weg gebracht:

Mr. Loope advised me about legislation currently wending its way through Congress—the Traditional Cigar Manufacturing and Small Business Jobs Preservation Act—that, to the best of my understanding, is designed to get the FDA off the backs of quality cigar makers and smokers. «The FDA has posted four times their intention to regulate cigars,» he fumed, no pun intended.

Manuel Fröhlich Cigarren

Trinidad-Dinner-Vorschau und ein erster Blick auf die neue Trinidad Vigia

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Zwei Wochen vor dem Festival-Start hat Habanos SA letzte Informationen verschickt, die die Vorfreude weiter steigern. Das Trinidad-Dinner verspricht ein besonderes Highlight zu werden. Zum Dinner des 2-Sterne-Kochs Ron Blaauw serviert Habanos zwei Zigarrenneuheiten von Cohiba und Trinidad. Im beiliegenden Bild dürfte ganz rechts die neue Trinidad Vigia (54×110) zu sehen sein, neben der Coloniales und der kleinen Reyes ganz links (die beide im Trinidad-Sortiment bleiben dürften, während die Robustos T und Robustos Extra nicht mehr weiter geführt werden). Möglicherweise wird Trinidad auch einen neuen Markenauftritt präsentieren – auf dem Foto wirken die Bauchbinden gelber als jene der jetzigen Produktion. Vielleicht handelt es sich aber auch nur um einen Fotoeffekt.

Havana, 10 February, 2014.- Only two weeks to go for the start of the most important annual event surrounding the best tobacco in the world in Cuba. Habano lovers will travel from all over to hear the secrets of a centuries-long tradition first hand and enjoy an unforgettable week. From 24 to 28 of February, Cuba will become the international scene for the XVI edition of the Habanos Festival.

Wednesday, 26 February will be the day on which top chefs and top Habanos make the best pairings between haute cuisine and the prestigious Trinidad and Cohiba brands. Chef Ron Blaauw, with two Michelin stars, together with the renowned sommelier Cuno Van’t Hoff, both from the Netherlands, will be responsible for the tribute dinner to the Trinidad brand to be held at the Museum of Fine Arts of Havana. Along with the new brand sizes, during the evening the presentation of a very special Cohiba Habano will take place, to be tasted for the first time by the attendees. Just as Blaauw says, “A Habano has something magical. We will create some refreshing dishes so there will be appetite for a close with a Habano”. For Van’t Hoff, “Trinidad has a medium to full bodied taste, spicy, with some coffee and chocolate aromas“. Both will have the support of chef Israel Gata, head of the kitchen at the Hotel Iberostar Parque Central in Havana.

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Manuel Fröhlich Cigarren

Die erstaunliche Wandlung der Vegueros Mañanitas

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Die Vorstellung der neuen Vegueros-Linie ist den Kubanern letztes Jahr missglückt. Man kann es nicht anders sagen, die Zigarren waren wirklich kaum rauchbar, bitter, zu jung. Das Publikum blieb danach etwas ratlos zurück und war sich nicht sicher, ob es eine wirklich schlechte Zigarre geraucht hatte, oder ob die Zigarren einfach noch zu jung, in der «Sick»-Phase präsentiert wurden.

Zurück in der Schweiz hatte ich dann das letzte Exemplar im März probiert, ohne neue Erkenntnisse hinsichtlich des Geschmacks.

Ein Jahr später wagte ich nun den nächste Versuch, mit einer Vegueros Mañanitas im Petit-Piramides-Format. Und siehe da, die Zigarre ist nicht wieder zu erkennen. Die Bitternoten sind komplett verflogen und haben einem weichen, fast cremigen Rauch Platz gemacht. Der Geschmack ist weiterhin floral, grasig-frisch, zusammen mit der Cremigkeit und etwas Süsse aber eine ganz gefällige Sache. Es fehlt ihr etwas an Körper, im Vergleich mit einer grossen Havanna, aber das ist schon Kritik auf hohem Niveau.

Auf dem Markt sind die neuen Vegueros bekanntlich noch nicht und es ist schwer zu sagen, woran es liegt. Falls die Kubaner tatsächlich die Produktion gestartet haben, mit der Auslieferung aber noch zuwarteten, dann haben sie alles richtig gemacht.

Manuel Fröhlich Cigarren

Kandidat für «Plagiat des Jahres»

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Kopiert zu werden ist ja bekanntlich eine Ehre, aber alles hat Grenzen. Für die oben abgebildete Neuheit aus dem Hause A. Flores (erhältlich u.a. bei Cigarworld) finde ich fast keine Worte. Konzept und Packungsgestaltung sind praktisch 1:1 vom kubanischen Original der Marke H. Upmann abgekupfert.

Selbst die H. Upmann-Goldmedallien hat A. Flores kopiert und sie um das eigene Logo drapiert. Beim Original von H. Upmann haben diese übrigens eine Bedeutung: sie stehen für Auszeichnungen an internationalen Ausstellungen, die der Marke in den langen Jahren ihrer Geschichte verliehen wurden.

Manuel Fröhlich Cigarren

«Sportraucher»

Einen Artikel mit Schmuntzelpotential habe ich heute auf Nordbayern.de gelesen. In «Geduldige Asche-Akrobatik» berichtet die Journalistin sprachgewandt und mit Liebe zum Detail über das «Zigarillo-Pokalrauchen» der «Sportraucher» des Nürnberger «Pfeifenclub Rauchschwalbe Reichelsdorf»:

Sofort zischen die Hölzer übers Reibepapier, entflammen und bringen die Zigarillos zum Glimmen. Die Köpfe der Teilnehmer verschwinden kurzzeitig hinter kleinen Rauchwolken. Es ist nahezu der einzige Moment des Abends, in dem es raucht. Denn: «Damit der Zigarillo möglichst lange brennt, zieht man nicht öfter an als nötig», verrät Willy Finzl (75). Und fährt fort: «Man darf die Glut nicht auf dem ganzen Aschekranz haben, sondern muss sie als Punkt im Kreis wandern lassen.»

Und so sitzen die Langsamraucher, da. Meist haben sie den Kopf zwischen den Schultern verborgen und drehen den Zigarillo in der schützenden Höhle aus ihren Händen. Ein Daumen verdichtet die Asche, damit die Glut nur am luftigsten Punkt gerade so noch glimmen kann. Der stupfende Finger färbt sich mit der Zeit grau von der Asche.

Der zweite Teil des Artikels beschäftigt sich mit der Szene der Langsamraucher, der die neuen Nichtraucher-Gesetze zugesetzt haben:

Doch egal ob Süddeutsche oder Weltmeisterschaft, es gibt kaum Zuschauer oder Fans, erklärt Berschneider: «Durch das Nichtraucherschutzgesetz, das in allen anderen Ländern ähnlich gehandhabt wird, dürfen in die Austragungsräume nur die Teilnehmer. Die Ehefrauen oder andere Fans müssen draußen bleiben. Nicht einmal eine Bedienung darf es geben.»

Dabei ist den Langsamrauchern gerade die Geselligkeit wichtig, erklärt der zweite Großschwarzenloher Vorstand, Gerhard Meyer (58): «Das Rauchen ist nur ein Teil. Wir haben viele weitere gesellige Veranstaltungen unter dem Jahr. Denn in unseren Clubs geht es um den Kontakt zueinander und sicherlich auch ein wenig um Heimat- und Brauchtumspflege.»