Manuel Fröhlich Cigarren

El Rey del Mundo Infante Edición Regional Cuba 2013

Am diesjährigen Festival del Habano hat Habanos die zweite Edición Regional für den kubanischen Markt angekündigt (übrigens habe ich an der Pressekonferenz die entsprechende Frage gestellt): Ein Robusto-Format der Marke El Rey del Mundo.

Blogger-Kollege Alexandre Avellar aus Brasilien hat jetzt weitere Neuigkeiten: Die Zigarre heisst El Rey del Mundo Infante Edición Regional Cuba 2013 und wird am 18. Juni in der La Casa del Habano des Hotels Habana Libre vorgestellt.

Das Lancierungsdatum ist auf das Marketing-Meeting von Habanos SA abgestimmt, das nächste Woche in Havanna beginnt. Bei dieser Gelegenheit präsentiert Habanos den Vertreter der Habanos-Importeure aus aller Welt die zukünftigen Neuheiten.

Manuel Fröhlich Cigarren

Montecristo No. 1

monte-1

Heute wieder einmal etwas ganz Konventionelles: Die Montecristo No. 1 im Lonsdale-Format ist ein Klassiker, der in den letzten Jahren aber etwas in Vergessenheit geriet. Darauf deutet auch das Boxing-Date aus dem Jahr 2008 hin, das wir im Moment im Verkauf haben. Doch Alter schützt vor Schärfe nicht. Mein Exemplar beginnt ziemlich agressiv. Die Schärfe legt sich im Rauchverlauf etwas, bleibt aber bis zum Schluss dominierend. Leider eine Enttäuschung.

Manuel Fröhlich Cigarren

Neue Zigarren-App von rauchr.de

IMG_1798a

Mangels iPhone kann ich sie nicht testen, trotzdem mache ich gerne auf die neue Zigarren-App der Kollegen von rauchr.de aufmerksam. Die App enthält Informationen zu fast allen in Deutschland erhältlichen Zigarren, wie das Unternehmen schreibt. Im Apple-Store kann man die App kostenlos downloaden.

Dank des noch jungen Onlineshops rauchr.de steht Mobiltelefonnutzern mit internetfähigen Smartphones demnächst eine App zur Verfügung, die eine Fülle an Informationen zu Longfillern und Shortfillern aus aller Welt bietet. In Anlehnung an den Webshop rauchr.de machen die Unternehmer mit Firmensitz im mecklenburgischen Klein Kussewitz einen weiteren Schritt in Richtung deutschlandweitem Erfolg. So, wie im Online-Shop zu jeder einzelnen Zigarre, der Marke bzw. dem Hersteller und dem Herkunftsland Wissenswertes geboten wird, zielt die rauchr.de-App darauf ab, den ohnehin schon hochwertigen bis luxuriösen Zigarrengenuss noch aufzuwerten.

weiterlesen …

Manuel Fröhlich Cigarren

Comeback von La Gloria Cubana

lagloriacubana_mdorno4

Im Zigarrenforum-Online schrieb gestern ein User, dass in Belgien die La Gloria Cubana Medaille D’Or No. 2 wieder verfügbar sei. Habanos habe eine neue Charge für den belgischen Markt nachproduziert.
Diese Information ist richtig, allerdings nicht, was die Exklusivität für Belgien betrifft, denn auch der Schweizer Habanos-Importeur Intertabak kann die Medaille D’Or No. 2 ab sofort wieder liefern.

Es kommt aber noch besser: Auch die La Gloria Cubana Medaille D’Or No. 4, ein schlankes und bei Liebhabern gesuchtes Panetela-Format, ist in der Schweiz ab sofort wieder verfügbar.

Intertabak hat eine kleine Charge (MUR MAR 13) erhalten. Diese Nachricht ist nun in der Tat aufregend, denn während wir bei der Medaille D’Or No. 2 noch bis vor Kurzem von Vorräten zehren konnten, war die Medaille D’Or No. 4 tatsächlich schon länger ausverkauft und als «discontinued» abgeschrieben.

Manuel Fröhlich Cigarren

Partagás 898 non-varnished

898

Im Jahr, als diese Zigarre gerollt wurde, dürfte ich meine ersten Havannas geraucht haben, eine Romeo y Julieta Churchill als allererste. Der Millenium-Bug hatte die Computer verschont, aber dafür die Havanna-Welt infisziert in Form des gefürchtet-schlechten Havanna 2000-Deckblatts. Von diesen Schwierigkeiten nahm ich als Rauch-Novize aber noch nicht Notiz. Ich kam damals auch noch nicht auf die Idee, Havannas für ein Langzeit-Aging einzulagern, und das Geld dazu hatte ich als Schüler erst recht nicht. So verdankte ich es einem edlen Spender, dass ich neulich in den Genuss einer Partagás 898 non-varnished Jahrgang 2000 gekommen bin.

Diese Havanna bedarf einiger Erklärung, denn es gibt sie heute nicht mehr. Habanos und Partagás leistete sich lange Jahre die Absonderlichkeit, zwei Zigarren namens 898 im Sortiment zu führen, mit dem Unterschied, dass die eine Kiste lackiert war, die andere hingegen nicht. Heute kann ich vermuten, dass diese Verpackungsvariationen auch mit der Lagerfähigkeit zu tun haben könnte; als Neuling habe ich dies einfach als charmant und kurios zur Kenntnis genommen. Man kann dies vielleicht auch im Hinterkopf behalten, wenn heute über die inflationäre Verwendung der Churchill-Bezeichnung usw. lamentiert wird.

Aber nun zur versprochenen Erklärung: Neben den unterschiedlichen Oberflächenbehandlungen der Kisten unterschieden sich die Zigarren auch durch ihre Mischungen. Die lackierte Kiste war ausgesprochen kräftig und gehaltvoll, eine gute Wahl für den routinierten Connaisseur, wovon man sich auch heute noch überzeugen kann, denn diese Variante der 898 gibt es immer noch. Die Mischung der 898 in der nicht-lackierten Kiste war hingegen eher mild, gleichwohl aber aromatisch. Diese nicht-lackierte milde Variante, deren Produktion vor einigen Jahren eingestellt wurde, haben wir nun also nach 13-jährigem Aging geraucht.

Das Raucherlebnis dieser ausgezeichneten Zigarre war für mich eine Offenbarung. Ich wähle diesen Begriff bewusst, denn mein Erfahrung mit gelagerten Zigarren ist noch relativ überschaubar, wenn wir in eine Region von 10 Jahren und mehr vorstossen. Interessant und neu war für mich, eine eher milde Mischung zu rauchen, die länger gelagert wurde. Aus mild wird nach 13 Jahren Lagerung: subtil, filigran, ätherisch. Doch die Aromen sind präsent, der Rauch ist weich und voluminös. Interessant auch unsere Beobachtung, dass sich die Zigarre langsamer raucht. Wobei nicht auszuschliessen ist, dass es an der besonders respektvollen Behandlung unsererseits lag. Und abschliessend war diese Raucherfahrung für mich auch aufschlussreich, weil diese Zigarre genau so alt ist, wie mein Rauchergedächtnis zurück reicht. Darauf kann man aufbauen.

Manuel Fröhlich Cigarren

Trinidad-Humidor für 172’000 Dollar

christies

Eignen sich die Spezialhumidore, die am Festival del Habano für einen guten Zweck versteigert werden, als Investment-Objekt? In der Regel wohl eher nicht; meistens sind es nämlich Habanos-Distributeure, welche die teuren Stücke von Cohiba, Montecristo etc. zu einem freundschaftlichen Charity-Preis erwerben. Die sechsstelligen Beträge übersteigen den tatsächlichen Sammlerwert.

Man kann aber auch hier Einzelstücke ergattern, die den Preis halten oder noch steigern können. Christie’s Genf hat gestern einen Trinidad-Humidor aus dem Jahr 2001 für 172’000 Dollar versteigert. Der Humidor wurde am Festival del Habano 2001 von einem griechischen Sammler für 90’000 Dollar erworben, wie Cigar Aficionado im aktuellen Cigar Insider schreibt. Der Humidor wurde von Fidel Castro signiert, was zur Werterhaltung beigetragen haben dürfte.

Neben diesem Top-Lot versteigerte Christie’s weitere Vintage-Zigarren, darunter einen Cohiba-Jar für 1470 Dollar. Auch «normale» Vintage-Zigarren wurden versteigert, die erzielten Preise sind aber wenig aussagekräftig, weil Angaben zu den Jahrgängen fehlen.

Manuel Fröhlich Cigarren

«Vom Stumpenland in die weite Welt»

In der «Schweiz am Sonntag» ist der Artikel «Vom Stumpeland in die weite Welt» erschienen. Die erstaunliche Geschichte Heinrich Villigers, der im Alter von 82 Jahren noch immer nicht genug hat vom blauen Dunst, wie es im Untertitel heisst. Journalist Beat Schmid hat Heinrich Villiger nach Indonesien zur Eröffnung eines neuen Tabakwerks begleitet. Schon heute beschäftigt Villiger in Indonesien 850 Mitarbeiter, in Zukunft sollen es 1150 sein.

In Indonesien werden Deckblätter ausgestanzt und auf Rollen, die sogenannten Bobinen, aufgezogen. Dieser arbeitsintensive Vorgang ist die Vorbereitung für die spätere maschinelle Stumpenproduktion bei Villiger in der Schweiz und in Deutschland.

Manuel Fröhlich Cigarren

Romeo y Julieta Churchill Reserva Cosecha 2008 ist eingetroffen

ryj-churchill-reserva

Die Romeo y Julieta Churchill Reserva sind jetzt auch in der Schweiz eingetroffen. In den La Casa del Habano-Geschäften kann man sie bereits kaufen, Habanos-Specialist-Geschäfte können die Reserva-Zigarre seit heute bei Habanos-Importeur Intertabak bestellen, und wir nehmen ebenfalls ab sofort Vorbestellungen entgegen.

Wer sich erinnert: In unserer Degustation letztes Jahr nach dem Festival ist die Zigarre durchgefallen. Wir haben sie im falschen Moment, wohl mitten in der Sick-Phase probiert. Inzwischen ist über ein Jahr vergangen, möglicherweise gibt es sogar einen Zusammenhang mit der späten Auslieferung. Die Qualität der Tabake und die Erfahrung mit früheren Reservas und Gran Reservas verheisst eigentlich nur Gutes für Geschmack und Aroma.

Die verfügbaren Mengen sind sehr limitiert. Bei 5000 Kisten weltweit bleibt für den einzelnen Händler nicht mehr viel übrig. Deshalb ist man erfahrungsgemäss gut beraten, wenn man sich rasch für einen Kauf entscheidet. Kostenpunkt im 20er Kistchen: CHF 830.00.

Manuel Fröhlich Cigarren

«Let me tell you a secret about women and cigars …»

Schauspieler Aaron Eckhart, bekannt zum Beispiel aus «The Dark Night», spricht mit dem Guardian über Gott und die Welt. Und seine Leidenschaft, das Zigarrenrauchen. Auf die Frage, was denn die Frauen davon halten würden, antwortet er:

«So let’s say I’m dating a girl and at first she’ll have whatever concept of a cigar, and then let’s say we are intimate and so we kiss and stuff like that. By a week or two she will be begging to smoke a cigar before we kiss. It’s incredible! It’s an habitude. It becomes part of the intimacy which is extremely weird because you’d think it would be revolting. I mean, if you polled the public whether it was worse to beat your grandmother or smoke a cigar I don’t know who would win. People freaking hate cigars. And there’s a stigma with it, that you’re a certain kind of a person.»

Der ebenfalls bemerkenswerte Vergleich zwischen «Oma schlagen» und «Zigarre rauchen» rückt da fast schon in der Hintergrund …

Manuel Fröhlich Cigarren

Heinrich Villiger in der Basler Zeitung

Der 82-jährige Villiger-Chef Heinrich Villiger hat der Basler Zeitung ein längeres Interview gegeben, in dem er u.a. verrät, dass er nicht gerne Patron, oder noch schlimmer, «Grandseigneur der Tabakbranche» genannt wird. Daran wollen wir uns in Zukunft halten.

In diesem Ausschnitt nimmt Villiger Stellung zu den neuen Tabakregulierungen der EU («ein kafkaeskes Werk zur Strangulierung des Rauchens»):

Dann geht Ihnen der Gesundheitsschutz, wie ihn die EU will, zu weit?
Der EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz, Tonio Borg, sagte, er habe nichts gegen den Tabak, wolle aber den Tabakgenuss so unattraktiv wie möglich machen. Aus diesem Grund sollen auch Aromatisierungstoffe verboten werden.

Was wäre daran so schlimm?
Man muss wissen, dass Tabakfabrikate auch durch sogenannte Aroma-stoffe verfeinert werden. Borgs Ansatz ist so, wie wenn man sagt, weil Zucker schädlich ist, lassen wir nur noch Wasser zu, Limonaden oder aromatisierte Mineralwasser dürfen nicht mehr hergestellt werden.

Übertreiben Sie nicht ein wenig?
Überhaupt nicht. Es geht der WHO um die Vernichtung der Tabakindustrie. Was passiert, wenn diese Zusatzstoffe verboten werden, können Sie gut am Beispiel von Schnupftabak sehen. Dieser wird mit Menthol aromatisiert, und die EU will Menthol verbieten. Nun gingen wir auf die Barrikaden und sagten, wenn Menthol verboten wird, ist die Industrie erledigt. In Deutschland sind das rund 120 Arbeitsplätze, hinzu kommt, dass mutwillig Traditionen kaputt gemacht werden. In Bayern oder auch in der Schweiz gibt es eine kleine Schnupftabakkultur. Sie ist gesundheitspolitisch völlig irrelevant.