Manuel Fröhlich Märkte

Habanos-Preiserhöhung in der Schweiz

Per 1. März erhöht der Schweizer Habanos-Importeur Intertabak die Verkaufspreise. Im Schnitt beträgt die Preiserhöhung 2 Prozent. Die Erhöhung betrifft das ganze Habanos-Sortiment, die Aufschläge sind für alle Formate ungefähr gleich. Als Gründe gibt Intertabak eine «Lieferanten-Preiserhöhung» und «gestiegene Beschaffungskosten» an. Auch der wieder etwas schwächer gewordene Schweizer Franken dürfte seinen Teil dazu beigetragen haben.

Wechselkurse sorgen bereits 2015 für Turbulenzen. Nach dem Absturz des Euro gegenüber dem Schweizer Franken sah sich der Schweizer Handel mit einem ziemlich unangenehmen Preisaufschlag im Vergleich zu den deutschen Kollegen konfrontiert. Zur Hilfe eilte der Schweiz dann Kuba, indem Habanos SA die Verrechnungspolitik umstellte und die Zigarren für den Deutschen Markt nicht mehr in Euro verrechnete, sondern neu in Dollar. Das erhöhte den Einkaufspreis für den Deutschen Habanos-Importeur 5th Avenue um rund 10 Prozent, was eine Preiserhöhung im August unumgänglich machte – trotz gegenteiliger Ankündigung zu Beginn des Jahres.

Auch in Zukunft ist weiter mit steigenden Preisen zu rechnen. Kuba hat nach wie vor akute Lieferprobleme – seit Monaten sind wichtige Formate wie die Cohiba Behike Serie, die Edicion Limitada oder Standardformate wie die Cohiba Lanceros, die Partagas Maduro No. 1 oder die Hoyo de Monterrey Le Hoyo de San Juan nur in Kleinstmengen oder gar nicht lieferbar.

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