Manuel Fröhlich Märkte

Live: Davidoff Jahresmedienkonferenz

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Davidoff hat heute zur alljährliche Jahresmedienkonferenz nach Zürich eingeladen. Zum Auftakt schaut CEO Hans-Kristian Hoejsgaard auf das vergangene Jubiläumsjahr zurück, in dem Davidoff sein 140-jähriges Bestehen feiern konnte. Das Unternehmen kehrte in diesem Jahr mit der Eröffnung des neuen Flagship-Stores an der Eisengasse in Basel zurück zu seinen Ursprüngen. Hier gründete Max Oettinger 1875 das Unternehmen. Ebenfalls im Jubiläumsjahr feierte Davidoff die Neueröffnung des ersten Davidoff-Geschäfts in Genf.

Der weltweite Premium-Zigarren-Markt war 2015 leicht rückläufig, wie Hans-Kristian Hoejsgaard berichtet (-1.8 Prozent). Asien verzeichnete ein Wachstum (+6 Prozent), ebenso wie die USA (+2 Prozent). Dafür war der europäische Markt rückläufig (-5 Prozent). Besonders schwierig präsentiere sich die Lage in Deutschland (zweistelliges Minus). Die Schweiz hielt sich hingegen gut (-1 Prozent). In diesem Umfeld schlug sich die Oettinger Davidoff Group erneut sehr gut. Das Unternehmen weist für 2015 ein weltweites Absatzplus von 10.5 Prozent aus.

Seit 2011 ist Davidoff somit um eindrückliche 50 Prozent gewachsen. Den Schlüssel für den Erfolg sieht Hoejsgaard in Innovationen wie die Lancierung der Davidoff Nicaragua. Vielleicht überraschend: Die umsatzmässig erfolgreichste Neulancierung seit 25 Jahren sei für Davidoff die Einführung der neuen Davidoff Winston Churchill-Linie gewesen. Hoejsgaard erinnert daran, dass Churchill in seinem Leben 350’000 Zigarren geraucht habe, leider habe man heute aber nicht mehr viele Kunden dieses Kalibers.

Unter den Eigenmarken von Oettinger Davidoff sticht weiterhin Camacho hervor. Die neue Camacho American Barrel Aged sei sehr gut aufgenommen worden. Im Falle von Camacho beträgt das Wachstum seit 2011 +126 Prozent. Insgesamt hat Davidoff 2015 45.8 Mio Zigarren hergestellt. Somit dürfte der weltweite Marktanteil am Premium-Zigarren-Markt von Davidoff knapp 10 Prozent betragen (Hoejsgaard schätzt den weltweiten Markt für Premium-Zigarren auf 500 Millionen Stück).

Um das Wachstum zu bewältigen, hat Davidoff im vergangenen Jahr investiert. In Nicaragua und Honduras kaufte Davidoff 150 Hektar Land. In der Schweiz zog sich Davidoff umgekehrt mit dem Verkauf von Contadis an Lekkerland aus dem Grosshandelsgeschäft zurück. Davidoff wolle sich auf das Kerngeschäft Premium-Zigarren konzentrieren, der Verkauf sei somit ein konsequenter Schritt.

Die Politik gebe aktuell sowohl Anlass zur Sorge als auch zur Hoffnung: Eine positive Nachricht aus der Schweiz: Hier wurde der Entwurf des Tabakproduktegesetzes vom Parlament zurück an den Bundesrat geschickt. Von den geplanten Werbeverboten wäre Davidoff mit dem Art-Basel-Sponsoring besonders betroffen. Sorgen bereitet Davidoff hingegen die bevorstehende Einführung der EU Tabakrichtlinie 2. Diese ist mit immensen Kosten (neue Verpackungen) und Unsicherheiten verbunden.

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