Manuel Fröhlich Verschiedenes

«Klimaexperte der anderen Art»

Das St. Galler Tagblatt berichtet im Artikel «Klimaexperte der anderen Art» über Remo Marc Nüesch, der exklusive Humidore mit einem neu entwickelten Befeuchtungssystem baut:

(..) Humidore bauen, es war ein alter Traum, nun ist er umgesetzt – was für den Perfektionisten nicht ohne Ernüchterungen ablief. «Die Kiste war nicht das Problem, das beherrschen wir als Schreiner», sagt Nüesch. «Aber die im Handel erhältlichen Klimasysteme, die wir probiert haben, passten nicht oder gefielen mir nicht.» So entwickelte Nüesch ein eigenes System zur Befeuchtung und Luftzirkulation. Seine Humidore funktionieren mit normalem Leitungswasser, das nicht durch Zugabe von Chemikalien, sondern durch UVC-Licht entkeimt wird. Eine Alarmanlage meldet, wenn die Luft zu trocken beziehungsweise das Wassertänklein leer ist. «Die Luftfeuchtigkeit in einem Humidor sollte 70 bis 72 Prozent betragen», sagt Nüesch, der allmählich auch zum Klimaexperten der etwas anderen Art wurde. «Wenn es zu feucht ist, werden die Zigarren schimmlig und flutschig, bei zu trockener Luft verflüchtigen sich die ätherischen Öle, die Geschmack und Aroma geben.»

Zu seinen Kunden kommt Nüesch auch via Fachhandel. Die schöne Erklärung zu diesem Vertriebsmodell:

«Wir sind gut vernetzt und arbeiten mit Zigarrenhändlern zusammen, bei denen wir unsere Prospekte auflegen können», sagt Nüesch. Das sei eine Win-win-Situation: «Wenn wir Humidore verkaufen, haben die Kunden wieder Platz für neue Zigarren», sagt der gewiefte Geschäftsmann.

Manuel Fröhlich Verschiedenes

Henke Kelner gibt operative Führung ab

Davidoff informiert über die Ernennung von Hamlet Espinal zum neuen Geschäftsführers der Tabadom Holding in der Dominikanischen Republik. Die Firma produziert die Premium-Zigarren für den Oettinger Davidoff Konzern und wurde bisher von Hendrik ‚Henke‘ Kelner geleitet. Henke ist weiter für Davidoff tätig und übernimmt in Zukunft mehr repräsentative Aufgaben. Ausserdem leitet er weiterhin das Tasting Panel von Tabadom.

Die Oettinger Davidoff AG, weltweit führender Hersteller von Premium Zigarren mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, beruft Hamlet Espinal zum neuen Geschäftsführer ihres Tochterunternehmens Tabadom Holding, Inc. in Santiago de los Caballeros. Er tritt die Nachfolge von Henke Kelner an, der weiterhin als Vizepräsident dem Verwaltungsrat von Tabadom angehören und seine Schlüsselrollen auf globaler Ebene wahrnehmen wird.

Die Oettinger Davidoff AG hat mit Wirkung zum 1. Januar 2015 Hamlet Espinal zum neuen Geschäftsführer ihres Tochterunternehmens Tabadom Holding, Inc. ernannt. Er untersteht unmittelbar Javier Plantada, Senior Vice President Global Production. Zuvor war Hamlet Head of Operations bei Tabadom in Santiago de los Caballeros in der Dominikanischen Republik, wo die dominikanischen Eigenmarken Davidoff, AVO, Cusano, Griffin’s, Private Stock, Zino und Zino Platinum der Oettinger Davidoff AG sowie einige ausgewählte Drittmarken produziert werden.

weiterlesen …

Manuel Fröhlich Verschiedenes

Jean-François Correvon verstorben

Ein Gast in unserer Zigarren-Lounge hat mir heute erzählt, dass der Zigarrenhändler-Kollege Jean-François Correvon vor einem Monat verstorben ist.

Jean-François Correvon war ein Online-Pionier und verkaufte über die Seite Le Cigar Box seit 1995 Zigarren über das Internet. Zudem war er als Künstler aktiv.

Ich habe Jean François zuletzt habe ich beim Event von J.C. Newman getroffen. Ich habe ihn als Kollegen geschätzt und erinnere mich gerne daran, wie er mir freundschaftlich begegnet ist und mich ernst genommen hat, als ihn als junger Händler und Neuling in der Zigarrenbranche zum ersten Mal getroffen habe.

Manuel Fröhlich Verschiedenes

Cigar-Juke-Box

lautsprecher

Heute wurden wir von einem späten Weihnachtsgeschenk von Humidorbauer Adorini aus Deutschland überrascht. Der Lautsprecher der Marke «Hoyo de Monterrey» funktioniert tadellos, zum Beispiel in Verbindung mit dem Handy.

Die Lautsprecher-Unikate werden von einer Einrichtung in Köln gefertigt, die Menschen mit Behinderung beschäftigt. In Deutschland sind sie bei Zigarrenwelt.de erhältlich. Der Erlös aus dem Verkauf kommt der kubanischen Kinderhilfsorganisation Camaquito zugute.

Manuel Fröhlich Verschiedenes

Heinrich Villiger für sein Lebenswerk ausgezeichnet

villiger-award

Der Verein Cigar Circle Club International hat Heinrich Villiger mit der Auszeichnung «Cigar Man of Merit» geehrt, wie das Unternehmen Villiger mitteilt:

Der Cigar Circle Club International, eine Vereinigung von Freunden der Zigarre in der Schweiz, zeichnet Heinrich Villiger, VR-Präsident des Familienunternehmens Villiger Söhne AG, für sein Lebenswerk aus. Villiger erhält den Award für seine besonderen Leistungen als Unternehmer. Zudem setzt er sich, weit über die Grenzen hinaus, für die Freiheitsrechte der Zigarrenraucher ein.

Heinrich Villiger wurde vom Cigar Circle Club International (CCCI) als Persönlichkeit gewürdigt, welche ihr Leben dem Tabak verschrieben hat. «Wir sind besonders stolz, Heinrich Villiger den Award für sein Lebenswerk übergeben zu dürfen. Er ist unternehmerisch erfolgreich wie nie zuvor und setzt sich gleichzeitig gegen die Bevormundung der Bevölkerung ein, indem er u.a. das neue Tabakproduktegesetz bekämpft», so Michael Hamilos, der Präsident des CCCI. Seit über 60 Jahren führt Heinrich Villiger seine Unternehmen in der Schweiz und in Deutschland, welche besonders mit ihren qualitativ hochstehenden Longfiller-Zigarren von sich reden machen. «Ich fühle mich sehr geehrt, mit meinen jungen 84 Jahren die Auszeichnung für mein Lebenswerk zu erhalten. Dieses ist noch lange nicht zu Ende, denn ein Lebenswerk muss Generationen überstehen können», sagt Heinrich Villiger.

Manuel Fröhlich Verschiedenes

Cigar Aficionado über den US-Launch der Schweizer Marke Patoro

Wer den US-Zigarrenmarkt erobern will, kommt am amerikanischen Magazin Cigar Aficionado nicht vorbei. Die Schweizer Edelmarke Patoro wagt diesen Schritt 13 Jahre nach der Gründung und darf sich heute über eine kurzen Artikel dazu im Cigar Aficionado freuen.

Der kommunikative Start dürfte aber nicht ganz reibungslos verlaufen sein. Die ursprüngliche Pressemitteilung wurde von Cigar Aficionado nicht publiziert. Darin war die Verbindung von CEO Dr. Pablo Richard zu Davidoff thematisiert worden. Richard ist der Enkelsohn des verstorbenen Oettinger-Davidoff-Patrons Dr. Ernst Schneider. Eigentlich eine interessante Geschichte, doch möglicherweise wollten die amerikanischen Kollegen «Irritations» bei Davidoff vermeiden.

Für den Launch setzt Patoro nicht auf die hochpreisige Hauptlinie Patoro Gran Añejo Reserva, sondern auf eine überarbeitete Mischung der Patoro Serie P, wie Cigar Aficionado schreibt.

Manuel Fröhlich Verschiedenes

Festival-Ascher im Handel

44973

Zur Noche de Gala am Festival del Habano gehörte früher die Tradition des «Kampfes um den Aschenbecher». Jeder Tisch war mit einem oder zwei kostbaren Festival-Aschern ausgestattet, die unter Sammlern sehr beliebt waren. Aber nur wenige Glückliche konnten jeweils eines der gute Stücke ergattern. Dieses Ritual wurde von Habanos vor zwei Jahren beendet, indem seither jeder Besucher mit einem eleganten Einzelascher beschenkt wird (an anderen Events des Festivals lebt es aber noch weiter, wie dieses Souvenir von der diesjährigen Noche de Trinidad verrät).

Nun hat dieses schöne und frieden-stiftende Accessoire in der Schweiz seinen Weg in den Handel gefunden. Für CHF 11.90 ist der Ascher ab sofort bei ums in Shop erhältlich.

Manuel Fröhlich Verschiedenes

René Burri ist gestorben

Am Montag ist der Schweizer Fotograf René Burri gestorben. Zu seinen berühmtesten Aufnahmen gehört das Bild von Ché Guevarra mit Cohiba.

Die NZZ hat einen Nachruf veröffentlicht und zeigt ein Bild von Burri, auf dem er selber Zigarre rauchte.

Neben den Bildstrecken bleiben Einzelbilder in Erinnerung, am bekanntesten ist das Bild von Che Guevara, herausfordert blickend, die Cohiba-Zigarre zwischen den Lippen. Es entstand 1963 in Havanna und besitzt zweifellos ikonische Qualität.

Das  Magazin Profil führte Anfang Jahr ein Interview mit René Burri, in dem er über seine Begegnung mit Ché Guevarra spricht:

profil: Che Guevara scheint Sie nicht sonderlich beeindruckt zu haben. Das lässt sich jedenfalls aus Ihren Erzählungen schließen.
Burri: Doch, sehr! Es war mein Glück, dass er sich ausschließlich mit der Journalistin unterhielt, mit der ich unterwegs war. Ich konnte ihn dadurch in Ruhe beobachten, etwa dabei, wie er die Zigarre anzündete. Nur eines hab ich ihm nie verziehen: dass er mir keine kubanische Zigarre offerierte. Aber das holte ich später mit Fidel Castro nach. Wie auch sonst oft konnte ich die Situation ausnutzen, dass wir Fotografen im Gegensatz zu den Journalisten eher als Saltimbanques, als Clowns am Hof des Königs gelten. Wir können uns auf den Boden legen, um die richtige Perspektive einzunehmen, oder jemandem die Schuppen – ob vorhanden oder nicht – von der Schulter streichen.

Manuel Fröhlich Verschiedenes

«Ich rauche seit 75 Jahren Zigarre, in letzter Zeit fast jeden Abend»

150-jahre

Am Sonntag verstarb der älteste Kölner im Alter 105 Jahren. Der Zeitung Express hatte der Senior vor einem Jahr folgendes über seine Lebensgewohnheiten berichtet:

Das Geheimnis seinen hohen Alters erklärte er uns so: «Ich lache gerne und genieße mein Leben, ich rauche seit 75 Jahren Zigarre, in letzter Zeit fast jeden Abend. Jahrzehntelang trank ich täglich einen halben Liter Kölsch. Jetzt ist es eher Rotwein.»