Manuel Fröhlich Zigarren-Festivals

XIX. Festival del Habano: Programm und Anmeldung für Schweizer Teilnehmer

Heute beginnt die Registrierungsphase für das XIX. Festival del Habano, das vom 27. Februar bis 3. März 2017 in Havanna stattfinden wird.

Der Ausschreibung ist zu entnehmen, dass nächstes Jahr eine H. Upmann Sir Winston Gran Reserva lanciert wird. Ein weiterer Höhepunkt wird ausserdem die Vorstellung der neuen «Montecristo 1935» -Linie im Rahmen der Gala-Nacht sein.

Schweizer Teilnehmer können die verschiedenen Programmpunkte über den Schweizer Habanos-Importeur Intertabak AG buchen. Anmeldungsschluss ist der 7. Dezember. Intertabak übernimmt dieses Jahr nur noch die Registrierung, die Transfers von den Hotels zu den Events erfolgen individuell.

Eine grössere Änderung gibt es für Teilnehmer aus Deutschland. Wer das Festival privat besuchen will, muss sich neu direkt auf der Website von Habanos registrieren (die Registrierung sollte heute starten, ist aber noch nicht freigeschaltet). Habanos-Importeur 5th Avenue übernimmt die Organisation nur noch für Fachhändler.

Manuel Fröhlich Cigarren

«Die Zigarre ist nicht nur ein Männerspielzeug»

In der Welt ist ein längerer Artikel über Zigarrenproduzentin Maya Selva erschienen. Der folgende Ausschnitt charakterisiert den Flor-de-Selva-Geschmack meines Erachtens treffend:

Maria-Pia Selva ist besser bekannt als Maya Selva. Die Zigarre, die sie herstellt, heißt «Flor de Selva» («flor» bedeutet auf Deutsch «Blüte» und «selva» «Wald»). Kenner mögen sie wegen ihres fruchtig-holzigen Geschmacks, weil sie elegant ist und zu nahezu allem passt. Sie ist die Zigarre der Wahl, wenn eine kubanische ausgeschlossen ist, weil man noch etwas von seinem Drink schmecken will, man es aber gern ein wenig würziger hätte als bei einer Zigarre aus der Dominikanischen Republik. Dann empfiehlt sich eine «Honduranerin».

Manuel Fröhlich Märkte

Update zur FDA-Regulierung von Premium-Zigarren von Rocky Patel

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Heute hat uns Rocky Patel besucht. Der bekannte Zigarrenproduzent engagiert sich seit Jahren für die Zigarrenindustrie und kämpft gegen für die Branche nachteilige Regulationen, unter anderem als Mitglied der Organisation Cigar Rights of America, deren nächster Präsident er voraussichtlich wird. Der Kampf gegen neue Regulationen hat dieses Jahr einen Höhepunkt erreicht: Die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat die Option wahrgenommen, neben Zigaretten neu auch Premium-Zigarren zu regulieren. Das Geschäft ist hochkompliziert und Rocky hat uns ein kurzes Update gegeben:

Zigarren, die bis am 8. August 2016 im amerikanischen Markt eingeführt worden sind, können ein Zulassungsverfahren durchlaufen. Dieses kostet pro Zigarre geschätzt 15’000-60’000 Dollar. Dabei wird der verwendete Tabak chemisch analysiert. Neuzulassungen nach dem 8. August 2016 sind gemäss Rocky Patel gemäss der aktuellen Gesetzeslage nur noch theoretisch möglich. Hierfür müssten Millionen-Beträge eingesetzt werden und die Ablehnungsquote sei fast 100 Prozent (in der Zigarettenindustrie wurde eine von über 3000 Neuanträgen bewilligt). Für Zigarren die nach 2007 lanciert wurden, muss der Nachweis erbracht werden, dass derselbe Blend unter anderem Namen vor 2007 bereits auf dem Markt war. Für Neuheiten wie die Linie Davidoff Nicaragua, die nach 2007 lanciert wurde, bedeutet dies das Aus, weil Davidoff vor 2007 keine Nicaragua-Zigarren produziert hat. Auch Zigarren, die vor 2007 eingeführt wurden, müssen die Zulassung durchlaufen.

Eine weitere überraschende Einsicht: Nach aktuellem Stand der Dinge wird es somit auch im Falle eines Embargo-Endes in den USA keine Zulassung für kubanische Zigarren geben.

Cigar Rights of America hat noch zwei Pfeile im Köcher: Einerseits wird eine juristische Anfechtung der FDA-Regulation geprüft. Andererseits versucht die CRA ein Gesetz zu lancieren, dass Premium-Zigarrren von der FDA-Regulation ausnimmt. Dieses Gesetz wurde vom Kongress bereits angenommen. Im Senat sind die Mehrheitsverhältnisse aber umgekehrt und Rocky Patel schätzt die Chance auf einen Erfolg auf nur 20 Prozent ein. Zuletzt müsste auch der amerikanische Präsident das Gesetz unterzeichnen, Barack Obama würde dies gemäss Rocky eher nicht tun.

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Enthüllt: Davidoff Yamasá

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Davidoff hat soeben offiziell über die Einführung der neue Linie Davidoff Yamasá informiert:

Nach 20 Jahren Entwicklung enthüllt Davidoff Cigars seine neueste Zigarrenlinie: Davidoff Yamasá – ein hinreissend intensives Geschmackserlebnis.

Basel/ Schweiz, Juni 2016. PIONIER. FORSCHER. ENTDECKER. All das und noch mehr war Zino Davidoff. Davidoffs weltweit gefeierter Zigarrenvisionär Henke Kelner verkörpert heute denselben kühnen Entdeckergeist. Die unermüdliche Suche nach neuen Aromen, Erfahrungen und Genuss für Aficionados führte ihn und sein Team in die Region Yamasá. Die raue, wilde Sumpflandschaft, in der andere Tabakanbauer scheiterten, kultivierten und pflegten sie, sodass sie nun eine einmalige Intensität und Komplexität hervorbringt. Was niemand für möglich hielt, war Henkes Traum, und er verfolgte ihn unbeirrt 20 Jahre lang. Sein Lohn ist ein unnachahmlich intensives, komplexes Geschmackserlebnis. Die Linie Davidoff Yamasá steht nun zur Enthüllung bereit.

«Das Wesen der Davidoff Yamasá lässt sich kaum besser ausdrücken als mit den Worten Bernard Shaws: ‚Manche Menschen sehen die Dinge, wie sie sind, und fragen: warum? Ich träume von Dingen, wie sie sein sollten, und frage: warum nicht?‘ Die Davidoff Yamasá kam zustande, weil Menschen wie Henke Kelner und sein Expertenteam das Unmögliche möglich machten und mit legendärer Erfahrung, kühnen Entscheidungen und unermesslicher Beharrlichkeit ihre Träume verwirklichten. In jeder Yamasá-Zigarre glüht derselbe Pioniergeist, dieselbe Entschlossenheit wie in dem Aficionado, der sie geniesst. Diese Flamme entfacht schlummernde Träume zum Leben. Die Geschmacksknospen erwachen, beschwingt von einem Blend, der die erdige Wildheit des Yamasá-Blattes mit der intensiven Würze und Süsse nicaraguanischer Estelí- und Condega-Tabake vermählt», erklärt Charles Awad, Senior Vice President of Global Marketing & Innovation der Oettinger Davidoff AG.

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Manuel Fröhlich Events

Zigarren-Festwochen

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Am 9. Juli und 16. Juli finden hintereinander zwei Grossereignisse der Schweizer Zigarrenbranche statt. Den Auftakt macht am 9. Juli der Big Smoke. Er findet inzwischen zum fünften Mal in Zürich statt, dieses Jahr wieder auf den Albisgütli. Am bewährten Konzept des Anlasses wurde nichts geändert: Zigarrenhersteller präsentieren ihre Produkte, dazu gibt es ein sommerliches BBQ-Buffet, Livemusik und prominente Gäste aus der Zigarrenwelt, darunter Heinrich Villiger und Rocky Patel. Auch Kuba ist dieses Jahr wieder vertreten.

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Eine Woche später feiert der City Smoke Basel seine Premiere. Hinter diesem Anlass steht der umtriebige Zigarrenimporteur The Royal Cigar Company, dem es erfreulicherweise gelungen ist, auch unabhängige Partner und Hersteller zu einer Teilnahme zu motivieren. «Ein Big Smoke wie in Las Vegas? Nicht ganz aber fast» gibt der City Smoke Basel als Motto für sich aus. Zu den Highlights dieses Events gehören neben Zigarren und leiblichen Genüssen eine Zigarrenauktion und eine ganze Armanda von prominenten Persönlichkeiten aus unserer Branche.

Manuel Fröhlich Cigarren

Davidoff Yamasá Blend

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Davidoff hat in den letzten Jahren ein hohes Innovationstempo angeschlagen: Nach der Nicaragua-Linie stellte die Marke letztes Jahr die Davidoff Winston Churchill und im zweiten Halbjahr die neue Escurio-Serie vor. Im diesem Takt geht es offenbar auch diesem Jahr weiter. Nach der Davidoff Nicaragua Boxpressed, die im neuen Cigar Journal eine 97 Punkte Fabelwertung erhalten hat und in Kürze auf den Markt kommen sollte, folgt in der zweiten Jahreshäfte eine neue «Discovery»-Serie mit schwarzer Bauchbinde.

Während der Name noch geheim ist, wurde der Blend inzwischen kommuniziert. Kernstück ist der Yamasá-Tabak, der bereits für die Puro d’Oro-Serie verwendet wurde. Ein ausführlicher Artikel über das Yamasá-Projekt von Davidoff ist ebenfalls im neuen Cigar Journal erschienen. Darin erzählen die Davidoff-Spezialisten, wie sie das Yamasá-Gebiet erschlossen haben und wie die Tabake in den letzten Jahren mit neuen Kreuzungen weiterentwickelt wurden.

All dies deutet darauf hin, dass mit der Lancierung der neuen Linie das Ende der Puro-d’Oro-Serie eingeläutet wird. Nach der Einführung der Davidoff-Nicaragua-Serie sind deren Absatzzahlen dem Vernehmen nach deutlich zurück gegangen.

Manuel Fröhlich Märkte

Zwei Zigarrengeschäfte weniger

Still und leise schliesst heute das Tabakgeschäft Nägeli Tabakbass an der Bahnhofstrasse 70 in Zürich seine Tore. Das Geschäft gehörte zur Davidoff-Gruppe. Offenbar hat das Unternehmen jetzt einen Nachmieter gefunden, der an einem raschen Einzug interessiert war. Intern hat Davidoff die Schliessung des Ladens erst vor ein paar Tagen kommuniziert.

Der Laden an der Bahnhofstrasse ist nach der Schliessung der Filiale am Bellevue das zweite Geschäft, das Davidoff in Zürich innerhalb kurzer Zeit geschlossen hat. Die Davidoff Gruppe ist in der Stadt Zürich aber immer noch stark vertreten. An einer sehr exklusiven Adresse direkt am Bahnhofplatz betreibt Davidoff den Flagship-Store Zigarren Dürr. Dazu gibt es ein Davidoff-Geschäft im Bahnhof, ein weiteres am ebenfalls sehr exklusiven Paradeplatz und schliesslich eine Filiale im Hotel Savoy.

In Zug zieht sich das Cigars and More nach einem Besitzerwechsel aus dem Zigarrengeschäft zurück. Aus der Zigarrenlounge soll eine Sportbar werden. Die Zigarrenbestände werden im Moment liquidiert. Auch der Online-Shop Cubaris.com ist nicht mehr in Betrieb.

Manuel Fröhlich Cigarren

Punch Supremos Humidor

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Die Punch Supremos Edición Suiza 2015 ist seit einigen Wochen im Handel. Am 8. Juni folgt die Lancierung des dazugehörigen Sonderhumidors. Ein spektakuläres Stück, das im Atelier von Humidores Habana entstanden ist, in der Form einer Zigarrenpresse. Jede Humidor enthält 50 Punch Supremos und ein Befeuchtung System Adorini Cigar Heaven 2nd Generation. Der Humidor ist auf 100 Stück limitiert und kostet CHF 3800.

Manuel Fröhlich Cigarren

Neue Habanos-Cigarillos: Montecristo Open und Partagas Serie Puritos

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Im Laufe des Sommers lanciert Kuba neue Cigarillo-Formate. Zum einen wird es von der Montecristo-Open-Serie neu Cigarillos in der Normal- und in der grossen Clubvariante geben. In der Schweiz ist die Markteinführung etwa im Juni geplant. Die Abbildung zeigt das Schachteldesign der Mini Cigarillos ohne die je nach Markt unterschiedlich gestalteten Warnhinweise.

Ebenfalls neu auf den Markt kommt ein Purito-Format (10.6 x 109mm) für der Serie der Partagas-Series-Cigarillos in der schwarzen Verpackung. Puritos werden wie Cigarillos maschinell als Shortfiller hergestellt. Während der Verkaufsstart in der Schweiz im Juni bis Juli sein wird, sind die Puritos in Deutschland ab sofort erhältlich. Habanos-Importeur 5th Avenue schreibt dazu:

Bei der Entwicklung aller Partagás Series Zigarillos stand die meistverkaufte Habano der Welt, die Partagás Serie D No. 4, Pate. Deshalb zeichnen sich diese Zigarillos durch ausgeprägte, erdig-pfefferige Aromen und einen intensiven Tabakgeschmack aus. Die Partagás Series Zigarillos richten sich dadurch vor allem an erfahrene Raucher von kräftigeren Premium-Zigarillos. Das neue Puritos Format ist aber auch als Zwischendurch eine echte Alternative für alle Liebhaber würziger Premiumzigarren.

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Generationenwechsel im Badener Tabakhaus

Die Aargauer Zeitung schreibt über den Generationenwechsel im Badener Tabakhaus. Trudi und Sepp With, bereits «weit im Pensionsalter», übergeben ihr Geschäft an ihre beiden Töchter:

(..) «Wir mussten gar nicht lange drüber reden, es hat einfach gepasst», meint der scheidende Patron. Das erstaunt: Hatten sich doch sowohl Denise als Projektleiterin bei der UBS und Michèle in führender Position auf einer Kommunikationsagentur vielversprechende Berufskarrieren aufgebaut. Und dann der Richtungswechsel in ein kleines, antiquiertes Detailhandelsgeschäft, das sich als eines der letzten in der Stadt gegen die Grossketten behauptet? «Wir haben hier schon in unseren Semesterferien ausgeholfen und lieben diesen Betrieb», sagen die zwei.